Inicio Porträt Walton Ojeda – Geschäftsführer Rodenstock Chile

Walton Ojeda – Geschäftsführer Rodenstock Chile

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Konferenzen fast rund um die Uhr 

La afamada marca de lentes ópticos Rodenstock acaba de cumplir 70 años en Chile. Desde nuestro país se dirigen las operaciones comerciales de la compañía alemana en toda América Latina, desde México al sur, excepto Brasil. Walton Ojeda, su gerente general, fija el rumbo de esta suerte de gigantesco barco transatlántico desde su puente de mando, ubicado en Santiago.

«Ich bin der erste Chilene, der diesen Posten innehat», sagt Walton Ojeda, und ein gewisser Stolz ist dabei nicht zu überhören. Vor acht Jahren begann seine Mitarbeit bei Rodenstock. «Es sind acht Jahre des Wachstums und vieler Erfolge, was uns sehr freut», meint er. Ojeda hatte vorher für die renommierte Firma Rotter & Krauss gearbeitet, wo er die nötige Erfahrung gesammelt hatte, um die jetzige verantwortungsvolle Position optimal ausüben zu können. 

In Chile befindet sich der Hauptsitz für Lateinamerika: Von hier aus trifft nicht nur Ojeda als Geschäftsführer seine Entscheidungen, sondern auch die Product Manager und die Mitarbeiter der technischen Beratung und der Qualitätskontrolle. Der Markt in der Region ist riesenhaft. «Wir haben eigene Tätigkeiten in Chile, Uruguay und Brasilien und Partner – also Laboratorien, die unsere Produkte mit unseren Lizenzen und Qualitätskontrollen herstellen – in Mexiko, Panama, Kolumbien, Peru, Bolivien, Argentinien, Ekuador und Venezuela; das heißt, wir sind praktisch in ganz Lateinamerika präsent.»

Chile wird in der Region als «ungemein seriös» anerkannt, unterstreicht Ojeda. Rodenstock arbeitet auf drei Gebieten: der Produktion, die Technik und Qualitätskontrolle beinhaltet, dem Marketing und Verkauf und schließlich der Logistik. «Wir haben somit drei große Blöcke, um dem ständigen Wettbewerb in Lateinamerika und auch in Chile standhalten zu können. Hier bei uns haben sich die Leute während der Pandemie mehr um ihre Augen gekümmert.» Vorher waren für die Kunden die Brillengestelle beim Kauf entscheidend, also die Ästhetik, und nun wird der Qualität der Brillengläser eine größere Bedeutung beigemessen, hat Ojeda feststellen können. Dies hatte ein Wachstum dieses Marktes von über 30 Prozent zur Folge. 

Sein Arbeitsalltag ist alles andere als eintönig. Durch die Zeitverschiebung beginnt der Manager sehr früh mit Konferenzen, die er mit Betriebspartnern aus Deutschland abhält. Den Rest des Tages ist er mit lateinamerikanischen Kollegen im Kontakt, wobei in der Regel Mexiko mit einer zweistündigen Verschiebung den Abschluss bildet.  «Wenn man mit Europäern, besonders aber mit Deutschen, zusammenarbeitet, die lange im Voraus planen, dann erhält man langfristig gute Ergebnisse», versichert er. «Zunächst scheinen sie langsam zu sein, aber sie sind beharrlich im Weiterkommen wie ein Bagger, der einen Weg freischaufelt.»  

Ojeda weist darauf hin, dass «Rodenstock in der Technologie und was die Entwicklung von Augengläsern betrifft, weltweit führend ist.» In den vergangenen fünf Jahren «sind auf diesem Gebiet Leistungen erbracht worden, die eine radikale Veränderung in Bezug auf die vergangenen 140 Jahre darstellen». Heute ist die technologische Entwicklung so weit, dass die Brillengläser geschliffen werden, indem nicht nur die Dioptrie, sondern auch zusätzliche Charakteristika der Sehorgane jedes einzelnen Patienten berücksichtigt werden. Das entspricht in etwa dem Werk eines Schneiders, der für jeden seiner Kunden individuelle Maßanzüge anfertigt. Ojeda bringt es auf den Punkt: «Je mehr Daten ich über die Augen des Kunden habe, desto ähnlicher wird die resultierende Brille seiner Person sein.»

Ein Phänomen, mit dem sich die optische Industrie heutzutage befasst, ist, was Walton Ojeda «die Pandemie der Kurzsichtigkeit» nennt. «Das kommt daher, dass die Kinder nicht ins Weite schauen. Sie gucken immerzu aufs Tablet und sitzen den ganzen Tag am Computer. Diese Pandemie begann in Asien, und jetzt macht sie sich in Europa und den USA bemerkbar. In Chile sind wir noch nicht so weit.» Ein weiterer Grund dafür, dass die optische Industrie «auf den Zug der künstlichen Intelligenz aufspringt sei», wie Ojeda meint, wirksame Methoden für die auftretenden Probleme parat zu haben. 

Bei einem so hochbeschäftigten Manager wie Walton Ojeda, der fast rund um die Uhr Konferenzen mit Partnern von Mitteleuropa bis Nordamerika hat, drängt sich die Frage auf, ob er eigentlich Freizeit für Hobbies hat. «Ja», antwortet er, «ich versuche, zu laufen». In verschiedenen Ländern hat er an Marathonläufen teilgenommen. Aus reinem Spaß an der Sache lief er in Argentinien, New York, Boston und Chicago die 40 Kilometer. 

In Urlaubszeiten ist Walton Ojeda ein begeisterter Angler. Für diese Freizeitbeschäftigung empfiehlt er seine Lieblingsflüsse im Süden: den Baker in der Region Aysén und den Puelo in der Región de los Ríos sowie den Toltén und den Allipén in der Araucanía.  

15 Jahre beschäftigte er sich intensiv mit dem anstrengenden Langstreckenlauf. Heute bezeichnet er sich als «Marathonläufer im Ruhestand», obwohl er am Wochenende joggt. «Mit 55 schmerzt es, zu laufen», wirft er ein, und fügt vergnügt hinzu: «Mein Vater meint allerdings dazu: „Es la flojera, la que te come!“»

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