11.8 C
Santiago
11.2 C
Berlin
martes, 27. septiembre 2022
Inicio Magazin Geschichte Zum 150.Todestag von Samuel Morse

Zum 150.Todestag von Samuel Morse

«Bei mir funkt es»

Samuel Finley Breese Morse fue un inventor y pintor estadounidense quien, junto con su asociado Alfred Vail y el apoyo de Leonard D. Gale, inventó e instaló un sistema de telegrafía en Estados Unidos, el primero de su clase. Se trataba del telégrafo Morse, que permitía transmitir mensajes mediante pulsos eléctricos cifrados en el código morse, también inventado por él.

Der US-amerikanische Erfinder und Professor für Malerei, Plastik und Zeichnen schlug zunächst die künstlerische Laufbahn ein und lehrte ab 1832 Zeichenkunst an der Universität New York. Daneben erhob Samuel Morse die Entwicklung der elektrischen Telegrafie zu seinem Hobby, die er durch die Erfindung des später nach ihm benannten Morse-Alphabets und einer geeigneten elektronischen Übertragungstechnik auf entscheidende Weise vorantrieb. Damit schuf er die praktische Voraussetzung für die erste zuverlässige elektromechanische Kommunikation, wie sie wenig später weltweit zum Einsatz kam.

Von der Malerei zur elektronischen Telegrafie

Samuel Morse 1866
Foto: Photoportrait von Mathew B. Brady / commons.wikimedia.org

Samuel Morse war der älteste Sohn des calvinistischen Geistlichen und Geographen Jedidiah Morse und seiner Frau Elizabeth Ann Finley Breese. Nach dem Besuch der Phillips Academy in Andover, Massachusetts, absolvierte er das College von Yale (heute Yale University), das er 1810 abschloss. Hier hörte er auch Vorlesungen über Elektrizität und verdiente sich einen Teil der College-Gebühren durch das Malen von Miniaturen, die er für fünf Dollar pro Stück verkaufte. Danach absolvierte Morse eine Ausbildung zum Buchhändler. Diesen Beruf übte er jedoch nicht aus, vielmehr studierte er in England Malerei. Morse wechselte 1825 nach New York und gehörte noch im selben Jahr zu den Mitbegründern der Academy of Design, zu deren Präsident er 1826 erhoben wurde. Er bemühte sich auch um politische Ämter, scheiterte jedoch mit seiner Kandidatur für das New Yorker Bürgermeisteramt. 1832 erhielt er eine Berufung zum Professor für Zeichenkunst an die Universität in New York. 

In den Jahren 1832 bis 1837 entwickelte Morse neben seinen künstlerischen Neigungen ein ausgeprägtes Interesse für naturwissenschaftliche Vorgänge. Insbesondere setzte er sich in Experimenten mit chemischen und elektrischen Sachverhalten auseinander. Sein spezifisches Interesse galt der Entwicklung einer elektronischen Telegrafietechnik. Morses Interesse an der Elektrizität erreichte seinen Höhepunkt, als er 1832 von einer Reise nach Europa zurückkehrte. Unterwegs traf er Charles Thomas Jackson, einen Arzt und Erfinder, der sich sehr für die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Elektrizität interessierte und mit den Experimenten von André M. Ampère (einem französischen Mathematiker und Physiker, der zur Entwicklung des Galvanometers beigetragen hatte) vertraut war. Die beiden unterhielten sich ausgiebig, und Morse kam auf die Idee, ein System zu entwickeln, bei dem ein elektrischer Impuls durch einen Draht übertragen werden konnte. Die Idee war nicht neu, aber bisher war es noch niemandem gelungen, sie zu verwirklichen. Aus Drahtresten, Blechabfällen und seiner Wanduhr baute er den ersten Apparat und gab am 6. Januar 1833 eine öffentliche Demonstration seiner Methode. Diese ersten Versuche sah der Student Alfred Vail, der ein technisch geschickter Mitarbeiter Morses wurde und seinen Vater überredete, 2.000 Dollar in die Entwicklungsarbeit zu investieren. 

Datenübertragung mit dem «Morse-Alphabet»

Morse merkte, dass seine sporadischen Versuche, mit Batterien, Magneten und Drähten zu arbeiten, ihn dem Verständnis der Elektrizität nicht viel näher brachten. Deshalb bat er einen Kollegen an der New York University um Hilfe, Leonard D. Gale. Dieser war Professor in Chemie und vertraut mit der Arbeit von Joseph Henry, einem Pionier der Elektrizität in Princeton: Henry hatte eine entfernte Glocke zum Klingeln gebracht, indem er einen elektrischen Stromkreis öffnete und wieder schloss. Bereits 1831 hatte er einen Artikel veröffentlicht, der Morse unbekannt war und in dem er mit der Idee von einem elektrischen Telegrafen spielte. Gales Kenntnis von diesem Artikel und seine Hilfe sorgten nicht nur für die Beseitigung von Mängeln in dem System, sondern zeigten Morse, wie er mit einem Relais-System, das Joseph Henry erfunden hatte, die Kraft des Signals verstärken und Entfernungsprobleme lösen konnte. Henrys Experimente, Gales Hilfe und Alfred Vails Geschicklichkeit waren die Schlüssel zu Morses Erfolg.

1837 konstruierte Morse mit Unterstützung von Leonard Gale und Alfred Vail den ersten, später nach ihm benannten Apparat zur elektronischen Übertragung von Nachrichten über große Entfernungen. 1842 erwarb er das Patent für das Gerät. Morse entwickelte in der Folge einen neuen Code zur Nachrichtenübertragung, bei dem sich die einzelnen Buchstaben aus einer unterschiedlichen Kombination von Punkten und Strichen zusammensetzten: das heute so genannte «Morse-Alphabet». Bei der elektrischen Nachrichtenübertragung wurde je nach dem zu sendenden Buchstaben die entsprechende Kombination aus kurzen und langen Stromstößen an den Empfänger abgeschickt. 

Morse war mit der Erfindung seiner Zeit zunächst weit voraus. Erst 1843 konnte er beim amerikanischen Kongress die Bewilligung für den Bau der ersten elektrischen Telegrafenverbindung zwischen Baltimore in Maryland nach Washington, D. C., durchsetzen. Im Mai 1844 setzte Morse über diese Distanz von 60 Km die erste elektronische Langnachricht in Morse-Alphabet ab. Die neue Nachrichtentechnik überzeugte bald vor allem die Privatwirtschaft. Auf private Initiative entstanden rasch neue Telegrafenlinien, die sich schneller als einst die Eisenbahn über die ganzen USA verbreiteten. 1851 wurde die Western Union gegründet, die die Verkabelung Amerikas vorantrieb. 1866 kam es zur Einrichtung der ersten funktionsfähigen transatlantischen Telegrafenverbindung.

Samuel Morse starb am 2. April 1872 in New York an einer Lungenentzündung.

Anmeldung zum Cóndor-Newsletter

Wir senden Ihnen den regelmäßig erscheinenden Newsletter mit unseren Textempfehlungen zu.

- Werbung -

Mehr Lesen

Mythen um den Gerstensaft

Von Christoph Flaskamp Foto: Teo Musso/Baladin Wenn nach der pandemiebedingten Pause die Oktoberfest-Fans sowohl in...

Konzert der Acchal  – «Canto Por la Paz»

Von Jaime Pozo Der Chor Frohsinn beim Konzert am 28.August Die Agrupación Coral Chileno-Alemana (Acchal)...

Buch – Puyuhuapi

«Puyuhuapi war für mich als Kind ein Paradies» lectura: Die Autorin Luisa Ludwig und ihr Buch über die...