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viernes, 20. mayo 2022
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Zum 150. Geburtstag von Piet Mondrian

«Durch die Weiterführung des Kubismus zur Verwirklichung einer neuen Plastik in der Malerei»

Piet Mondrian nació el 7 de marzo de 1872 como Pieter Cornelis Mondriaan en Amersfoort, Países Bajos. El pintor vanguardista fue miembro de la corriente De Stijl y fundador del neoplasticismo, junto con Theo van Doesburg. Evolucionó desde el naturalismo y el simbolismo hasta la abstracción, de la cual es el principal representante inaugural.

Piet Mondrian

Piet Mondrian war ein niederländischer Maler der klassischen Moderne. Der Künstler, der die Stilrichtung des Neoplastizismus schuf, gilt als wichtigster Vertreter des niederländischen Konstruktivismus sowie der von Theo van Doesburg so bezeichneten Konkreten Kunst. Er gehörte mit seinem späteren Werk zu den Begründern der abstrakten Malerei.

Mondrian begann um 1900 im impressionistischen Stil der Haager Schule zu malen. Ab etwa 1908 arbeitete er unter dem Einfluss von Vincent van Gogh und des Fauvismus. Nach seiner Übersiedlung 1911 nach Paris wandte er sich unter dem Einfluss von Georges Braque und Pablo Picasso dem Kubismus zu. Ab den 1920er Jahren schuf Mondrian seine bekannten streng geometrischen Gemälde, die dem Neoplastizismus zugerechnet werden. Ihre charakteristische Struktur aus einem schwarzen Raster, verbunden mit rechteckigen Flächen in den Grundfarben, führt bis in die Gegenwart zur Aufnahme in Kunst, Architektur, Mode, Werbung und Populärkultur. Als Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl schrieb Mondrian unter anderem die Schrift Le Néo-Plasticisme, die 1925 in deutscher Übersetzung als Bauhausbuch Nr. 5 veröffentlicht wurde. Die im Exil in New York ab 1940 neu entstandenen Werke lockerte er mosaikartig in die Primärfarben auf und überwand auf diese Weise die früheren strengen Kompositionen zugunsten der neuen musikalischen Rhythmisierung des Motivs.

Kindheit und Jugend

Piet Mondrian wurde am 7. März 1872 als zweites von fünf Kindern in Amersfoort als Sohn von Pieter Cornelis Mondriaan und dessen Frau Johanna Christina geboren. Die Mutter war häufig krank, und die älteste Tochter Christina musste bereits als kaum Achtjährige den Haushalt führen, während der Vater, der die Lehrerlaufbahn einschlug, lieber freiwillig Überstunden machte und als strenger Calvinist im Auftrag seiner Kirche häufig auf Reisen ging. Mondrian, der auf die Nähe des Vaters hatte verzichten müssen, verlor nach dem Ende seiner Kindheit das Grundvertrauen in seine Mitmenschen, sodass er nie eine dauerhafte Partnerschaft einging. Bei seinem Onkel Frits Mondriaan, der ein geschätzter Landschafts- und Interieurmaler war, und seinem Vater nahm er ab 1886 Zeichenunterricht. Mondrian erwarb die Lehrbefähigung für Volksschulen und die Lehrbefähigung als Zeichenlehrer für höhere Schulen. 1892 begann er an der Rijksakademie van beeldende Kunsten (Reichsakademie für bildende Künste) in Amsterdam sein Studium, das er bis 1897 fortführte. 

Schaffensphase

Zu Beginn seiner Malerkarriere lebte Mondrian überwiegend in Holland und Spanien. Er interessierte sich für die Impressionisten und ihre Maltechnik und malte überwiegend Landschaftsbilder mit Motiven wie Bäume und Mühlen. Um 1905 begann er einen experimentellen Stil zu kreieren – eine Mischung aus Fauvismus und Neoimpressionismus. Er bezog sein erstes Atelier in Amsterdam, wo er bis 1908 hauptsächlich naturalistische Arbeiten sowie wissenschaftliche Zeichnungen für die Universität Leiden anfertigte. Schon ab 1900 setzte sich Piet Mondrian mit der Theosophie auseinander und übertrug deren Ideen auf seine Werke. 1909 trat er der Theosophischen Gesellschaft in Amsterdam bei. Der Tod seiner Mutter im selben Jahr verstörte ihn, und seine Farbpalette wechselte von hellen, fröhlichen zu düster leuchtenden Farben. 1911 fand die erste Ausstellung des Modernen Kunstkrings im Stedelijk Museum in Amsterdam als Ehrung für Paul Cézanne statt, wo auch Werke Mondrians gezeigt wurden. Durch die Ausstellung kam Mondrian mit dem Kubismus in Berührung und schloss sich diesem neuen Kunststil an. Der Kubismus beeinflusste ihn stark, insbesondere die Bilder von Pablo Picasso und Georges Braque. Mondrians Malerei entwickelte sich nun in eine abstrakte Richtung. Sein eigener kubistischer Stil hatte wiederum Auswirkungen auf andere kubistische Künstler in Paris. Hier lebte und arbeitete er in einem Atelier am Bahnhof Montparnasse, mit Unterbrechungen durch den Ersten Weltkrieg, bis 1936. 

«De Stijl»

1915 begann Mondrian eine Freundschaft mit dem Maler und Kunsttheoretiker Theo van Doesburg, mit dem er zwei Jahre später das neue Kunstforum für abstrakte Kunst «De Stijl» gründete. Dieses beruhte auf konstruktivistischen Ideen und verfolgte das Ziel, einen neuen formellen und ästhetischen Anspruch in der Kunst zu erschaffen. Während der De Stijl-Periode entwickelte Mondrian bis 1925 seinen Neoplastizismus «neue Gestaltung.» 1926 verkündete er seine Ideen dann in der Schrift «Fünf Gesetze der neuen Gestaltung».

Im Jahr 1938, mit den ersten Anzeichen eines kommenden Krieges, reiste Mondrian nach London und emigrierte im Oktober 1940 in die USA. Dort schloss er sich in New York den Künstlern der abstrakten Kunst an und publizierte Aufsätze über den Neoplastizismus. Im Januar 1944 erkrankte Piet Mondrian an einer Lungenentzündung. Er starb am 1. Februar im Alter von 72 Jahren. Sein Grab liegt auf dem Cypress Hills Cemetery in Brooklyn

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