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viernes, 7. octubre 2022
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Roberto Ebensperger – Pharmazeut

Die Stammzellen – ein Heilmittel mit Zukunft

Roberto Ebensperger

El farmacéutico se ha consagrado al desarrollo y a la innovación en tecnología para el tratamiento de heridas crónicas en general. Con la amplia experiencia acumulada, tanto en células madre como en formulación de productos de terapia avanzada, se ha centrado en estudios relacionadas con el envejecimiento; por ejemplo, en crear cremas cosméticas faciales «antiaging». Pero además, hasta los pacientes de covid-19 se benefician con su preparado para combatir el síndrome de dificultad respiratoria.

Auf Anraten seiner Mutter entschied sich Roberto Ebensperger für die Apothekerlaufbahn und studierte Pharmazie an der Universidad de Chile. Im Laufe der Zeit wandte er sich jedoch der Biochemie zu. Schließlich entschloss er sich, an der gleichen Universität auf diesem Gebiet zu promovieren. «Mich reizte es, die
Geheimnisse der Zelle und ihre Funktionen kennenzulernen», erinnert Roberto Ebensperger sich. «Es ist eine Maschinerie voller komplexer Reaktionen, die gleichzeitig perfekt miteinander verbunden sind und zu einer spezifischen Reaktion führen.»

Seine Mutter Georgina González ist ebenfalls Apothekerin. Als er und sein Bruder Mauricio Kinder waren, nahm sie beide oft in ihr Labor mit. Dort schaute Roberto ihr gerne bei der Arbeit zu. Diese Erlebnisse wirkten sich derart prägend auf den Jungen aus, dass sie schließlich zu seiner Berufsentscheidung führten. Dazu hatte er das Glück, in der Schule in José Aros einen Chemielehrer zu haben, der ihm dieses Fach schmackhaft machte: «Normalerweise mag niemand den Chemieunterricht, aber unser Lehrer José Aros erkannte mein Interesse, sodass wir manchmal am Wochenende im Schullabor zusammenkamen, um einige einfache Experimente durchzuführen.» Sein Interesse wurde belohnt, als er in der PAA-Chemie-Prüfung zur Aufnahme an der Universität landesweit die höchste Punktzahl erreichte.

Nach dem Pharmazie-Studium und der Promotion absolvierte der junge Mann einen Kurs in molekularer Kardiologie an der Freiburger Universität. Weitere Studien und Weiterbildungen folgten später in Deutschland, England, Frankreich und Australien. Es zog ihn dann aber wieder zurück nach Chile. Gleich nach seiner Promotion begann er an der Pontificia Universidad Católica de Chile das Fach Pharmakologie zu lehren. «Die Lehrtätigkeit nimmt zweifellos einen herausragenden Platz in meinem Berufsleben ein», versichert er, «es ist immer ein Grund zur Freude und des Stolzes, den Studenten beizustehen und ihnen Wissen zu vermitteln, ihre Fortschritte zu beobachten und ihnen einen Teil der eigenen Erfahrung mitzugeben, die ihnen ermöglicht, in ihren Laufbahnen vorwärtszukommen.»

Ein besonders wichtiges Forschungsprojekt war für Roberto Ebensperger seine Zusammenarbeit mit Alejandro Weinstein, dem ehemaligen Inhaber des Labors Recalcine. Gemeinsam entwickelten sie eine auf Stammzellen gestützte Technologie, um komplizierte und chronische Wunden wie das Diabetische Fußsyndrom zu heilen. Als Ergebnis dieser Forschungen entwickelte der Wissenschaftler ein Sprühmittel, mit dem Stammzellen aufgetragen werden, um diese chronischen Wunden zu behandeln. 

Gegenwärtig entwickelt der Biochemiker Behandlungsmethoden für chronische Wunden weiter, «aber jetzt tun wir es unabhängig von den Zellen und verwenden etwas, das als Sekretom der Stammzellen bekannt ist, das heißt, was sie erzeugen und ausscheiden, um ihre regenerative Wirkung zu erreichen».

Die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen sowohl auf dem Gebiet der Stammzellen als auch bei Therapien ermöglichten ihm indes, andere Mittel zu entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel Antiaging-Cremes oder Präparate gegen den Haarausfall. Nicht ohne Stolz erzählt Ebensperger von einem seiner neuesten Forschungserfolge: «Wir verwerten jetzt unsere Kenntnisse von Stammzellen, um ein Sprühmittel zu entwickeln, das vom Patienten inhaliert wird, um das akute Atemnotsyndrom zu behandeln, das zum Beispiel die Covid-19-Kranken befällt.»  

Für die kommende Zeit konzentriert Ebensperger sich bei seiner Forschungsarbeit auf die Stammzellen, «deren Wert bei ärztlichen Behandlungen bereits erwiesen ist». Sein Ziel ist es, einen Betrieb aufzubauen und «mit fortgeschrittenen Therapien, unseren Technologien und Entwicklungen, Lösungen für die Gesundheitsprobleme der Bevölkerung zu finden. Aber vorerst», wirft er ein, «konzentrieren wir uns auf das, was wir können, nämlich chronische Wunden zu behandeln sowie kosmetische Antiaging-Kuren und Mittel gegen Haarausfall zu entwickeln.» 

In seiner Freizeit entspannt sich Roberto Ebensperger von seiner Forschungsarbeit beim Skifahren. Bereits als Kind hat ihn der Sport begeistert, als er in der Deutschen Schule Puerto Montt mit mehreren Freunden in der Volleyballmannschaft mitspielte. Heute tritt er etwas leiser, was ihn nicht daran hindert, an der peruanischen Küste zu surfen oder am Great Barrier Reef Australiens zu tauchen. Ebenso widmet er sich gerne der Literatur von Autoren wie Stephen Hawking oder Antoine de Saint-Exupéry. Und was Musik angeht, gehört seine Vorliebe einer Bandbreite von Sängern verschiedenster Stile: von Blondie und Peter Gabriel bis zu Joss Stone und Adèle.

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