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domingo, 3. julio 2022
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63 Jahre 15. Freiwillige Deutsche Feuerwehrkompanie Santiago

140 Mitglieder mit Feuer und Flamme im Einsatz

Eigentlich sind 63 Jahre heute kein Alter und schon gar nicht bei der Feuerwehr in Chile. Nichtsdestotrotz kann die 15. Feuerwehrkompanie zu Santiago voller Stolz auf die verflossenen dreiundsechzig Jahre zurückblicken. 

Ein Feuerwehrmann der ersten Stunde: Vor sechzig Jahren trat Ricardo Boudon (rechts) in die 15. Kompanie ein, nahm die vielfältigen Aufgaben gewissenhaft wahr und ist noch immer dabei.

Da gibt es Wachen, die längst über 100 Jahre alt sind wie die gestandenen Feuerwehrkompanien im Süden Chiles, die von den deutschen Einwanderern in Valdiva, Osorno oder gar deutschen Kaufleuten in Valparaíso gegründet wurden. Die Frage ist aber doch heute: Haben die Gründer wie Walter Kaufmann, Heriberto Erlwein, Jorge Wenderoth, Botschaftsrat Günther Diehl, Waldemar Winter  und so viele andere sich jemals haben träumen lassen, dass die von ihnen damals am 29. Oktober 1958 ins Leben gerufene und mit ganz bescheidenen Mitteln ausgerüstete freiwillige Feuerwehrkompanie, der von der Kommandantur der Feuerwehr Santiago die Nummer 15 zugeteilt wurde, in der ersten Hälfte des folgenden Jahrhunderts es auf 140 Mitglieder bringen würde? Dass diese Kompanie im Durchschnitt drei Einsätze täglich fahren muss, auch wenn nicht  alles Großbrände sind? Gerade  die vielen kleinen Einsätze bedeuten Kraft und Kosten, auch wenn es darum geht, einen Selbstmörder von einem Hochspannungsmast her-unterzuholen oder einen Baum abzusägen, der quer über der Straße liegt.

Natürlich kommen nicht alle 140 Mitglieder der 15. Kompanie als operative Feuerwehrmänner für alle Einsätze in Frage, da in der Regel die Obergrenze beim Alter von 65 Jahren liegt, abhängig von den laufenden ärztlichen Untersuchungen. Aber auch für die älteren Semester gibt es viel zu tun: sei es in der Verwaltung, im Sekretariat oder bei den Finanzen. Heute trägt die Deutsche Feuerwehrkompanie sogar einen Großteil der Verantwortung in der Gesamtfeuerwehr der Großstadt Santiago, sind doch mehrere ihrer Mitglieder in verantwortlichen Positionen wie die des stellvertretenden Superintendenten. Man hat Vertrauen in die Männer (und bald auch Frauen) der 15.

Und wer sich von der technischen Ausrüstung der Feuerwehr in der Avenida Apoquindo 8115 beeindrucken lassen will, der soll doch einmal hereinschauen. Da gibt es viel zu sehen!

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