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Spezialausgabe Universitäten: Chancen erkennen

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Von Inés Recio, Akademische Geschäftsführerin des Heidelberg Center

Die Einschränkungen der letzten eineinhalb Jahren haben ein Umdenken im Hochschulbereich ausgelöst. Anpassungsfähigkeit, Entschlossenheit und insbesondere solide Kooperationen haben am Heidelberg Center Lateinamerika der Universität Heidelberg (HCLA) ermöglicht, Programme und Projekte optimal fortzuführen und sogar weiter auszubauen. 

Hier sind drei Beispiele: 

Einzigartige Strukturen 

Die langjährige Zusammenarbeit der Universität Heidelberg mit der Pontificia Universidad Católica de Chile führte 2021 zur Einrichtung eines internationalen Doppelabschlussmasterstudiengangs in Fachübersetzen und Translationstechnologien. Mit Deutsch in der Sprachkombination ist das Programm einzigartig in Lateinamerika. Es bedient zudem klar die Anforderungen des Arbeitsmarktes: Studierende erlangen ein hochinternationales Profil im integrierten Auslandsjahr in Heidelberg und werden ExpertInnen in der technologiebasierten multilingualen Kommunikation. Der Masterstudiengang beginnt im März 2022, Bewerbungsschluss ist der 15.11.2021.

Virtuelle Kooperation 

Die virtuelle Arbeit erlangte in der Pandemie einen neuen Stellenwert. Was sind die Auswirkungen für Hochschulen? Zunächst stärkten DozentInnen, WissenschaftlerInnen und Studierende vor allem ihre technologischen Kompetenzen: Sie mussten sich mit einem technischen Instrumentarium vertraut machen, das plötzlich unentbehrlich war. Es folgte eine Phase des Ausbaus methodologischer Kompetenzen für einen sinnvollen Einsatz digitaler Formate, sowie die Entwicklung von «good practices». Dadurch ist ein wertvoller Dialog entstanden, der neue Projekte generierte. Das HCLA artikuliert so das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Projekt «Communication and Society in Ibero-America – CS@Ibero-America». Dabei entwickeln die Universität Heidelberg, die Universidad de Chile und die Pontificia Universidad Católica gemeinsam virtuelle Seminare der «Communication Studies» und definieren innovative Rahmenstrukturen für eine zukunftsgerechte internationale Lehre und Forschung. 

Nachhaltige Dynamiken 

Eine erhöhte Digitalisierung hat die Postgraduiertenprogramme des HCLA auch bereichert. «Wir freuen uns, dass wir Sie wieder bei uns haben», so begrüßte Professor Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, kürzlich die neuen Studierenden. Am HCLA ist das nicht anders: Wir möchten Studierenden in unseren Klassenräumen und Gärten begegnen, uns mit ihnen vor Ort wieder austauschen. Gleichzeitig setzen wir uns für nachhaltige Strukturen ein, die die Präsenz- und Onlinewelten kombinieren. Sie sind umweltfreundlich, fördern die Vereinbarkeit vom Beruflichen und Privaten und ermöglichen den Kontakt zu Personen und Institutionen, die geografisch weit entfernt sind, aber uns durch ihre Vorstellungen von Studium und Forschung sehr nahestehen. 

Das HCLA beendet das Jahr 2021 mit Begeisterung für das, was vor uns liegt. Wir feiern 2022 unser 20-jähriges Bestehen und möchten dabei auch neue Chancen und Perspektiven aufzeigen. Wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Programme, exzellente Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen und Allianzen mit unseren lateinamerikanischen Partnern, die Menschen, Institutionen und Ideen näherbringen.

Weitere Informationen: hcla.uni-hd.de

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