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jueves, 2. diciembre 2021
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Zu Anton Bruckners 125. Todestag

Glänzender Organist, formvollendeter Sinfoniker  

La obra de Anton Bruckner está marcada por su religiosidad. Aunque sus magníficas sinfonías deben considerarse obras profanas, sus creaciones corales y organísticas lo definen como un músico al servicio de lo divino del más alto nivel.

Anton Bruckner war ein österreichischer Komponist der Romantik, Organist und Musikpädagoge. Er kam als ältestes von zwölf Kindern des Lehrers Anton Bruckner und dessen Ehefrau Theresia am 4. September 1824 in Ansfelden in Oberösterreich zur Welt und verstarb am 11. Oktober 1896 in Wien. 

Organist und Chorleiter

Anton kam in sehr frühen Jahren in Kontakt mit der Musik und lernte den Umgang mit Violine, Klavier und vor allem der Orgel. Schon mit zehn Jahren war er gelegentlich Aushilfsorganist in seinem Dorf. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1837 wurde Anton von seiner Mutter als Sängerknabe  ins  nahe  gelegene  Stift Sankt Florian bei Linz geschickt, wo er ebenfalls Musikunterricht bekam. Er entschloss sich, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, und besuchte ein Lehrerseminar in Linz. 1845  legte der junge Mann schließlich seine Lehrerprüfung ab und fing im selben Jahr als Hilfslehrer der Schule Sankt Florian an. 

Hier muss man erwähnen, dass er während  seiner Studienzeit bereits drei sogenannte Choral-Messen komponiert hat, diese heißen Windhaager Messe, Kronstorfer Messe und die Messe für den Gründonnerstag. Jedoch entstanden seine ersten Kompositionen von größerer Bedeutung erst im Jahr 1848, nämlich ein Requiem, eine Missa solemnis im Jahr 1854 und eine Reihe von Motetten und die Vertonung des 22. sowie des 114. Psalms.

Im Jahr 1854 absolvierte er in Wien eine Orgelprüfung, die er glänzend bestand. Im darauf folgenden Jahr wurde Anton Schüler des berühmten Musiktheoretikers und Professor Simon Sechter, bei dem bereits bedeutende Musiker wie Franz Schubert und Franz Lachner studiert hatten. In diesem selben Jahr 1855 verstarb der amtierender Linzer Domorganist und es wurde ein Wettspiel ausgerichtet, in dem Anton mitmachte und natürlich gewann. Am 8. Dezember desselben Jahres wurde er zum neuen Domorganist der Ignatiuskirche (Alter Dom) ernannt, und gab die Schullehrtätigkeit vollkommen auf.

1860 übernahm der 36-Jährige als Chormeister die Leitung des Männerchorvereins «Liedertafel Frohsinn», den er über mehrere Jahre mit Unterbrechungen leitete. Mit der Liedertafel gab Anton zahlreiche Konzerte und erwarb sich somit auch als Chordirigent einen guten Ruf. Zahlreiche Werke komponierte er für den Chor, wie zum Beispiel den «Germanenzug». Am 19. November 1861 war es endlich soweit, und er machte seinen Abschluss der Musiktheoriestudien vor einer Kommission, die von seinem Lehrer Simon Sechter und den Dirigenten Johann von Herbeck und Felix Otto Dessoff geleitet wurde. 

Komposition der Sinfonien

Immer noch strebte Anton nach mehr Wissen und suchte in Linz den Theaterkapellmeister Otto Kitzler auf. Dieser war ein Verehrer von Hector Berlioz, Franz Liszt und Richard Wagner. Die Werke von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy waren wichtige Grundlagen des Unterrichts. Während dieser Studienzeit komponierte Anton größere Instrumentalwerke: ein Streichquartett, eine Ouvertüre und die sogenannte Studiensinfonie. Im Jahr 1863 absolvierte Anton erfolgreich sein Studium und zwischen 1864 und 1868 entstanden nun mit den drei großen Messen in d-Moll, e-Moll und f-Moll sowie der Sinfonie Nr. 1 c-Moll, die ersten Meisterwerke des Komponisten Anton Bruckner. 

Nach dem Tod seines Mentors Simon Sechter entschloss er sich, sein Nachfolger zu werden und übersiedelte in die Hauptstadt von Österreich, die heutige Stadt der klassischen Musik. In Wien angekommen, wurde ihm die erhoffte Arbeitsstelle sofort zugesprochen. Zwischen 1869 und 1872 stellten sich einige künstlerische Erfolge ein, wie zum Beispiel eine äußerst erfolgreiche Konzertreise nach Nancy, Paris und London, die Uraufführung der e-Moll-Messe in Linz und die Messe in f-Moll in Wien. Jedoch hatte er eine Pechsträhne zwischen 1873 und 1881 und wurde sehr von den Wienern und dem Musikkritiker Eduard Hanslick kritisiert. 

Erst mit den erfolgreichen Uraufführungen der vierten Sinfonie und des Streichquintetts F-Dur gelang es dem Musikers im Jahr 1881, sich bei seinen Gegnern wieder halbwegs Respekt zu verschaffen. Jedoch kam der große Durchbruch für die Musik von Anton Bruckner erst nach der Uraufführung der Sinfonie Nr. 7 im Jahr 1884 in Leipzig. Die fünfte und die sechste Sinfonie wurden dagegen erst Jahre nach dem Tod des Komponisten zum ersten Mal aufgeführt. Das Te Deum, entstanden 1881, revidiert zwischen 1883 und 1884, gilt als eines der bedeutendsten großen Chorwerke seiner Zeit und als einer der Höhepunkte des künstlerischen Schaffens des Komponisten. Dieses Meisterwerk begeisterte Kaiser Franz Joseph I. so sehr, dass er Anton Bruckner dafür das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verlieh. Auch die früheren Sinfonien von Bruckner wurden nach ihrer neuen Fassung erfolgreich von Richter 1892 in Wien dirigiert. 

Anton Bruckner war ein großer Verehrer von Richard Wagner. Er pflegte diesen berühmten Kollegen zu besuchen, um ihm seine Kompositionen zur Prüfung vorzulegen. Einmal saßen die beiden zusammen. Wagner las interessiert eine Partitur, die Bruckner ihm gebracht hatte, und forderte ihn auf, sich von dem Bierkrug, der auf dem Tisch stand, einzuschenken. Bruckner war aber zu schüchtern. Wagner stand also auf, nahm den Krug und füllte ihm das Glas. Bruckner war fassungslos und stammelte: «Jessas, so a Kellner!»

Die letzten Lebensjahre

Gegen Ende der 1880er Jahre verschlechterte sich Anton Bruckners Gesundheitszustand, und es wurden bei ihm einige Krankheiten wie Diabetes und Herzschwäche diagnostiziert. Deshalb musste sich der Komponist von seinen Ämtern an der Universität, am Konservatorium und an der Hofkapelle immer häufiger beurlauben lassen. Schließlich entschied er im Jahr 1891, als Konservatoriumsprofessor in den Ruhestand zu gehen. Im folgenden Jahr verließ er seine Position als Hoforganist und zwei Jahre später hielt er seine letzte Vorlesung an der Universität. Im selben Jahr wurde ihm der Titel eines Ehrendoktors der Wiener Universität verliehen. Außerdem wurde ihm 1895 vom Kaiser das Privileg zugestanden, mietfrei eine Wohnung im Schloss Belvedere zu beziehen. In dieser verbrachte er sein letztes Lebensjahr. Mit sehr viel Mühe schrieb der Komponist noch die ersten drei Sätze seiner neunten Sinfonie zu Ende, der vierte Satz blieb ein Fragment. 

Anton Bruckner starb in Wien, am 11. Oktober 1896 um 16 Uhr an einem Herzklappenfehler. Seine sterblichen Überreste balsamierte man, seinem Testament gemäß, ein. Am 14. Oktober wurde er vom Trauerhaus in die Karlskirche überführt und eingesegnet. Die Einsegnung und die Beisetzung erfolgte am 15. Oktober 1896 in der  Stiftsbasilika von  Sankt Florian. Anton Bruckners  Sarkophag, der unter der Orgel aufgestellt ist, trägt am Sockel die folgende Aufschrift: «Non confundar in aeternum». Das heißt auf Deutsch «In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden» – die Schlusszeile seines Meisterwerkes, des Te Deum.

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