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miércoles, 20. octubre 2021
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Clemens Hummel – Geschäftsführer von Inter Ikea in Chile

«Vielen Menschen einen besseren Alltag ermöglichen!»

Seit April 2019 ist der Österreicher Clemens Hummel in Santiago. Von hier aus launcht er mit seinem Team das erste Ikea-Möbelhaus und die Marke des schwedischen Einrichtunghauses in Lateinamerika.

Seit April 2019 ist der Österreicher Clemens Hummel in Santiago. Von hier aus launcht er mit seinem Team das erste Ikea-Möbelhaus und die Marke des schwedischen Einrichtunghauses in Lateinamerika.

Clemens Hummel arbeitet schon seit über 30 Jahren für den schwedischen Heimeinrichter. «Angefangen habe ich als studentische Hilfskraft während meines Architekturstudiums. Ich verteilte einen ganzen Samstag im Osterhasenkostüm gelbe und blaue Eier. Später habe ich mir an den Wochenenden im Ikea-Lager und beim Kundenserviceschalter Geld hinzuverdient.» Als sich ihm dann die Chance bot, Vollzeit zu arbeiten, begann er in der Abteilung für Visual Merchandising und Interior Design. «Ich habe damals Kollegen kennengelernt, mit denen ich heute noch im Ikea-Konzern zu tun habe. Wir sind Freunde und ein Teil der internationalen Ikea-Familie, da verliert man sich nicht aus den Augen.»

1998 zog er für den Aufbau von Ikea nach Chicago. Zurück in Wien lernte er seine Frau Edith, eine Deutsche, kennen, und sie gründeten eine Familie. Ab 2005 folgten Aufenthalte in der Schweiz, in Schweden und dann die Herausforderung, Ikea nach Indien zu bringen. «Indien ist ein unvorstellbares Land, und selbst nach fünf Jahren hat man das Gefühl, nicht genug gesehen zu haben. Das Leben ist farbenfroh, facettenreich, voller Musik, Tiere, Gerüche und Geräusche, die uns fremd sind.» 2019 eröffnete er das erste Ikea-Einrichtungshaus in Hyderabad. 

«Zufälligerweise hatten wir chilenische Nachbarn, die für Falabella in Indien waren. Sie schwärmten von ihrem Land, dem Lebensstil und der Schönheit der Natur. Damals kannte ich Falabella nicht und ahnte auch nicht, dass ich jemals selbst mit Falabella zusammenarbeiten würde.»

Clemens hatte schon seit 2004 den Wunsch dabei zu sein, wenn die Marke Ikea ihre ersten Stores in Lateinamerika bauen würde. «Es war immer mein Traum, die Vision von Ingvar Kamprad, dem Gründer von Ikea, in die Welt zu tragen: „Vielen Menschen einen besseren Alltag ermöglichen!“ Und Ikea in einen ganzen Kontinent zu bringen, ist vielleicht in unserer Zeit die einzige Möglichkeit, noch echten Pioniergeist zu beweisen.»

Ikea hat Chile als erstes Land in Lateinamerika gewählt und koordiniert von hier aus die weiteren Expansionspläne. «Ikea ist ein Franchisesystem. Ich leite das Team von Inter Ikea, dem Marken- und Konzepteigentümer. Unser Franchisenehmer ist die Falabella Holding. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im lokalen Retail ist sie der perfekte Partner. Ikso, die Firma innerhalb der Falabella Holding, die die Ikea Geschäfte in Chile, Kolumbien und Peru betreut, beschäftigt derzeit schon 100 Mitarbeiter und wächst schnell. Unsere Aufgabe ist es, dem Ikso-Team das Ikea-Knowhow zu vermitteln und die beiden Seiten, Ikea und Falabella sowie Schweden und Südamerika, zu vereinen.»

Dabei geht der Manager dieses Mal einen vollkommen neuen Weg:  «Wir werden erstmals nicht mit nur einem Ikea Einrichtungshaus starten, sondern alles auf einmal etablieren: den ersten Ikea, die Pick-up Points und den E-Commerce und dann kurze Zeit später das zweite Möbelhaus in Santiago. Später folgen Stores in Kolumbien und Peru.» In Santiago, das verrät Clemens Hummel jetzt schon, wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 das erste Ikea Einrichtungshaus in Las Condes in der Open Kennedy Mall eröffnet werden, das zweite folgt im zweiten Halbjahr 2022 in der Mall Plaza Oeste. Die Herausforderungen sind groß und werden durch die Pandemie nicht einfacher: «Eine Situation wie diese, wo die Mehrheit der Kollegen sich noch nie persönlich gesehen hat, wäre vor zwei Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen.»

Wie wird das Ikea Einrichtungshaus in Chile aussehen? «Wir werden in Santiago ein fast ganz „normales“ Ikea-Einrichtungshaus mit Kinderparadies, Showroom, Markthalle, Schwedenshop und Restaurant haben. Unsere Möbel werden weiterhin zum Selbstzusammenbauen sein. Ungewöhnlich ist hier vielleicht, dass es das erste Store ist, das in eine Mall integriert wird. Ansonsten ist es den 50 Ikeas in Deutschland sehr ähnlich.»

Ikea hat weltweit dasselbe Sortiment. Die Kombinationen und Lösungen werden aber den lokalen Bedürfnissen angepasst und daher typisch chilenisch sein. So werden die sogenannten Musterzimmer die Anforderungen einer klassischen chilenischen Wohnsituation, wie kleine Räume und mehrere Menschen in einem Haushalt, berücksichtigen. Wer Ikea aus Europa kennt, wird vieles wiedererkennen. 

In seiner Freizeit läuft Clemens regelmäßig und spielt Golf. Mit der Familie reist er gerne. Vor der Pandemie fuhr sie bisher bei den Termas de Chillán Ski und erlebte einen unvergesslichen Aufenthalt in der Atacamawüste. Sobald es die Quarantäne wieder zulässt, will er die Umgebung von Santiago und später dann mehr von Chile entdecken. «Wir lieben die Nähe zum Pazifik, den morbiden Charme von Cartagena, das ungeschminkte San Antonio und natürlich den edlen Chic von Zapallar. Wenn wir nicht reisen, genießen wir die unmittelbare Nachbarschaft zum Parque Bicentenario und die Restaurants in Vitacura.»

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