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domingo, 11. abril 2021
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Rattle wird Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks setzt die Reihe seiner renommierten Chefdirigenten fort. Nach Mariss Jansons folgt nun Sir Simon Rattle – ein berühmter Name in der Musikwelt.

München (dpa) – Es ist eine Spitzenpersonalie in der Welt der klassischen Musik: Sir Simon Rattle wird Chefdirigent des Symphonieorchesters und des Chores des Bayerischen Rundfunks (BRSO). Er werde sein Amt zur Spielzeit 2023/2024 antreten, teilte der Bayerische Rundfunk am 11. Januar mit. Der Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre. Bis dahin bleibt der 65-Jährige noch Musikdirektor des London Symphony Orchestra. Wenn er im Herbst 2023 nach München wechselt, will er dem Londoner Ensemble aber weiter für ausgewählte Projekte verbunden bleiben, wie das Orchester ankündigte. Ein kleiner Trost für die Briten, die entsetzt auf die Ankündigung reagierten.

Freude gab es hingegen in München: «Mit seiner Leidenschaft, mit seiner künstlerischen Vielseitigkeit und mit seinem einnehmenden Charisma wird er ein überaus würdiger Nachfolger von Mariss Jansons sein», sagte BR-Intendant Ulrich Wilhelm. Wie kein anderer stehe er für neue Wege, Menschen für Musik zu begeistern. Dies sei ein wichtiges Signal gerade in einer Zeit, in der die Kunst mit Einschränkungen durch die Pandemie zu kämpfen habe.

Der Brite hat viel Erfahrung mit deutschen Top- orchestern, nicht nur, weil er beim BRSO schon des Öfteren am Dirigentenpult stand. Von 2002 bis 2018 war er bereits Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. 2017 übernahm er dann den Posten in London.

Der Wahlberliner Rattle erklärte seinen Wechsel nach München mit rein persönlichen Gründen. Von München aus könne er näher bei seiner Familie sein und auch besser für seine Kinder da sein.

Foto: Sir Simon Rattle, ehemaliger Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, dirigiert das London Symphony Orchestra in der Turbinenhalle des Tate Modern am 30. Juni 2018 in London.

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