25.1 C
Santiago
13.8 C
Berlin
viernes, 7. octubre 2022
Inicio Kultur Bücher Live-Gespräche mit deutschen Autoren

Live-Gespräche mit deutschen Autoren

Jeden dritten Samstag im Monat ab 12 Uhr (chilenische Zeit) stellen die Bibliotheken der Goethe-Institute aus Santiago, La Paz, Lima, Porto Alegre und São Paulo deutsche Autoren und ihre Werke vor. Das 60-minütige Live-Format nennt sich:  #pausezuhause: Denkraum und Literatur

Ein Ziel der Bibliotheken ist es, dass die Teilnehmer dabei ihre Lese- und Sprachkompetenz im Deutschen verbessern können. Gleichzeitig soll die Vielfalt der deutschen Gegenwartsliteratur aufgezeigt werden. 

Es ist auch eine Gelegenheit für die Schriftsteller, persönlich mit ihren Lesern in Kontakt zu treten beziehungsweise die Leser können ihren Autoren im Live-Gespräch selber Fragen stellen. Das Konzept wurde 2020 entwickelt, da aufgrund der Corona Pandemie einige Bibliotheken der Goethe-Institute nicht persönlich besucht werden können.

Während der 60-minütigen virtuellen Konferenz auf Deutsch werden ab dem 23. Januar deutsche Kinderbücher, Biografien, Romane und Sachbücher vorgestellt. Die besprochenen Buchtitel können in der Regel in der «Onleihe» des Goethe-Instituts ausgeliehen werden.

Es startet am 23. Januar die Autorin Deniz Ohde mit ihrem Buch «Streulicht». Es ist die Geschichte einer jungen Ich-Erzählerin, ein Mädchen aus dem Frankfurter Westen deren Mutter aus der Türkei stammt. Aufgrund der bevorstehenden Heirat alter Schulfreunde kehrt sie an den Ort zurück, in dem sie aufwuchs.

Sofort erinnert sie sich an den Vater, der tagein, tagaus in einer Halle Aluminiumbleche beizte und trank. Und an die Mutter, die in der Enge der westdeutschen Arbeiterwohnung zu ersticken drohte und kurzerhand die Tochter beim trinkenden Vater zurückließ. Schnell wird deutlich, dass sich die Ich-Erzählerin bei ihrer Rückkehr mit ihrer Herkunft als Arbeiterkind auseinandersetzen muss, bevor sie diese hinter sich lassen kann. Sie beginnt, ihre Kindheit und Jugend zu reflektieren und stößt dabei auf soziale Ungerechtigkeit, Scham und Angst.

Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig. Nach der erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen Literaturwettbewerben war die Autorin 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses. Für ihren Debütroman «Streulicht» erhält Deniz Ohde den Literaturpreis 2020 der Jürgen-Ponto-Stiftung.

Anmeldung zum Cóndor-Newsletter

Wir senden Ihnen den regelmäßig erscheinenden Newsletter mit unseren Textempfehlungen zu.

- Werbung -

Mehr Lesen

Carsten Dietrich –  Deutscher Offizier in Chile

Von Silvia Kählert u. Walter Krumbach Nach Mauerfall mit Mut und Fleiß angepackt

Chilenisches Künstlerkollektiv bei Documenta in Kassel

7.000 Eichen in Kassel – 7.000 Puyas in Tunquén Eröffnung der Ausstellung des Kollektivs «Plástica Social» in Kassel:...

Erinnerungen an Mauerfall und Wiedervereinigung

«Die Mauer ist weg!» Am Brandenburger Tor, 10. November 1989Foto: Bundesregierung / Klaus Lehnartz Am...

15. Deutsche Feuerwehrkompanie nimmt Abschied vom Q-15

Von Max Berg Die 15. Deutsche Feuerwehrkompanie und ihre alte Q – die neue Q wird  von der...