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sábado, 8. mayo 2021
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Inés Recio -Akademische Geschäftsführerin des Heidelberg Center

Lateinamerika als Forschungsgegenstand

Foto: Tobias Schwerdt, Universität Heidelberg

Dr. Inés Recio ist seit dem 1. April 2020 Akademische Geschäftsführerin des Heidelberg Center. Die Sprachwissenschaftlerin wurde 1982 in Toledo geboren. Sie schloss ihr Studium Übersetzen und Dolmetschen mit einem Diplom und ihr Studium der Angewandten Sprachwissenschaft mit einem Master in Spanien ab. In diesem Fach wurde sie an der Universität Heidelberg promoviert.

Was zieht Sie in das ferne Chile – außer der neuen beruflichen Aufgabe?

Die akademische Geschäftsführung des Heidelberg Center war für mich der Hauptgrund nach Chile zu kommen. Als Wissenschaftlerin bin ich jedoch auch seit Jahren durch Forschungskooperationen mit verschiedenen chilenischen Hochschulen verbunden. Im Zuge der gemeinsamen Projekte habe ich das Land mehrmals besucht und festgestellt, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Ich habe in Chile auch gute Freunde gefunden, die ich jetzt in meiner Nähe haben werde. Als Spanierin, die seit über 15 Jahren in Deutschland lebt, habe ich nun zudem die Chance, eine weitere Kultur (trotz gemeinsamer Sprache!) kennen zu lernen. Das ist immer spannend und bereichernd, ich freue mich sehr darauf.

Wo setzen Sie die Akzente bei Ihrer neuen Aufgabe?

Das Heidelberg Center ist eine etablierte Einrichtung in Lateinamerika, die innovative Studien- und Forschungsprogramme anbietet. Diese Programme sowie die bestehenden Kooperationsbeziehungen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen überall auf dem Kontinent werden weiter ausgebaut, neue Kooperationen werden erschlossen.

Am Center sollen auch die Area Studies als weiterer Schwerpunkt aufgebaut werden. Lateinamerika und die Makroregionen, mit denen es eng verbunden ist (Nordamerika, der Mittelmeerraum, bestimmte Gebiete Asiens…), werden so als Forschungsgegenstand im breiteren Sinne aus einer transdisziplinären Perspektive angegangen. Diese Arbeitsweise hat ein enormes Potenzial für die Zusammenarbeit und den Transfer – eine weitere Säule, die wir durch den Dialog mit der Gesellschaft nachhaltig ausbauen möchten. Ein weiterer Akzent wird auf die Einbindung exzellenter lateinamerikanischen Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen in die Heidelberger Forschung, insbesondere in Kooperationsprojekte mit lateinamerikanischen Partnern, gesetzt.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach das Heidelberg Center aus? 

In Lateinamerika ist das Heidelberg Center ein Begriff. Als Verbindungsbüro der Universität Heidelberg ist es ein wesentlicher Knotenpunkt für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Hochschulen des gesamten Kontinents. Am Heidelberg Center wird diese Zusammenarbeit bereits durch bahnbrechende und hoch angesehene internationale Programme kanalisiert, zum Beispiel auf dem Gebiet des internationalen Rechts, der Governance von Risiken und Ressourcen oder der medizinischen Physik. Wir bilden Experten und Expertinnen mit einem stark internationalen und multikulturellen Profil aus, die dann das Beste ihrer Ausbildung und ihrer Erfahrung in ihre eigenen Länder zurückbringen. Seit 2009 ist das Heidelberg Center auch eines der fünf Exzellenzzentren des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) weltweit. Dies ist eine Anerkennung der Qualität unserer Programme, der Lehre und Forschung an der Universität Heidelberg und der Kooperationen mit unseren lateinamerikanischen Partnern.

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