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sábado, 5. diciembre 2020
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Wie man sich vor Computerviren schützen kann

Christoph Krumbach arbeitet seit zehn Jahren im Bereich Computertechnik. Er erstellt Internetseiten und berät Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien (www.cki.cl)

Auch der Computer kann von Viren befallen werden. Damit dies nicht passiert, gilt es einiges zu beachten – gerade in der Coronapandemie, in der viele Menschen immer mehr Zeit vor dem eigenen Computer verbringen. Computerfachmann Christoph Krumbach erklärt, warum und wie man sein Gerät am besten schützt.

Weshalb ist es wichtig, ein Anti-Virus-Programm zu haben?

Alle Computer, die Daten von externen Medien empfangen – sei es von Pendrives oder über einer Internetverbindung – sind anfällig für eine Virusinfektion. Jeder Computer arbeitet mit einem großen Programm, dem sogenannten Betriebssystem, das die Daten des Benutzers verwaltet und als Plattform für die kleinen Programme dient, die wir täglich benutzen (zum Beispiel Chrome, Word oder Zoom). Es gibt drei Betriebssysteme: Windows, MacOS und Linux. Alle drei sind darauf ausgelegt, den Benutzer und seine Daten zu schützen, und enthalten sogar Sicherheitsprogramme, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, aber keines hat sich als unfehlbar erwiesen. Deshalb ist es notwendig, auf Lösungen zurückzugreifen, die von auf diesen Bereich spezialisierten Unternehmen geschaffen wurden, um diese grundlegende Sicherheit zuverlässig zu stärken.

Windows ist bei weitem das beliebteste System, weshalb die überwiegende Mehrheit der Malware (Programme, die Computernutzern schadet) so programmiert ist, dass sie Sicherheitslücken in diesem Betriebssystem ausnutzt. Es muss jedoch betont werden, dass es Viren bei allen Plattformen gibt und dass jeder Computer, die zahlreichen Schutzmaßnahmen eines Antivirusprogramms nutzen kann.

Für welchen Benutzer kann man welches Programm empfehlen – kostenpflichtige oder kostenlose?

Es gibt eine Vielzahl von kostenpflichtigen und kostenlosen Virenschutzprogrammen auf dem Markt. Den umfassendsten und wirksamsten Schutz bieten kostenpflichtige Programme, aber es gibt eine große Nische von Gelegenheitsnutzern, für die ein kostenloser Virenschutz ausreichend sein kann.

Wenn man den Browser nur zum Lesen von E-Mails, Nachrichten, Videos, sozialen Netzwerken und zum Schreiben benutzt, ist das Schutzbedürfnis nicht so hoch. Die beste kostenlose Alternative für diese Art von Anwendern ist Bitdefender, das über sehr gute Funktionen verfügt und kostenlos ist.

Wenn man dagegen den Computer als Arbeitsinstrument benutzt, sensible oder unersetzliche Dokumente speichert oder Bankgeschäfte für hohe Geldbeträge durchführt, sind die Sicherheitsanforderungen zweifellos höher, und es ist ratsam, einen bezahlten Dienst zu beauftragen. Die bekanntesten McAfee und Norton 360 sind robuste und leicht zugängliche Optionen, und zusammen mit diesen empfehle ich wieder Bitdefender, aber die kostenpflichtige Version. 

Zwei Dinge sollten beachtet werden: Der durchschnittliche Benutzer könnte auch von einer der letztgenannten Optionen profitieren, und keines der empfohlenen Programme ist für  Unternehmen zu empfehlen, die bessere digitale Sicherheitsmaßnahmen brauchen.

Obwohl der Schutz eines guten Antivirenprogramms unbestreitbar notwendig ist, wird er nutzlos, wenn der Benutzer nicht vorsichtig ist. Schlechte Praktiken sind: das Herunterladen von Dateien von unbekannten Websites, das Öffnen von Mails, deren Absender nicht mit dem der Institution oder der Person übereinstimmt, die sie verschickt hat, oder mit Vorschlägen, die zu gut sind, um wahr zu sein, und in Facebook das Anklicken von Artikeln mit sensationslüsternen Titeln, die zu Seiten voller dubioser Werbung führen. Vor allem aber geben Sie niemals Ihre Pin (Persönliche Identifikationsnummer) auf einer Website ein, der ich mein Geld nicht geben möchte. Diese Nummern dienen nur dazu, eine Banktransaktion zu genehmigen, und sie herauszugeben bedeutet, dass ich grünes Licht für eine Überweisung gebe. Wenn eine Website Sie beispielsweise bittet, Ihre Identität anzugeben, selbst wenn sie der eigenen Bank zu gehören scheint, handelt es sich um einen Betrug.

Die Fragen stellte Silvia Kählert

Und wo findet man diese Programme?

Die kostenlosen und kostenpflichtigen Versionen von Bitdefender können von www.bitdefender.com heruntergeladen werden. Norton 360 finden Sie unter cl.norton.com und MacAfee unter macafee.com (wählen Sie als Region Chile, um die Preise in chilenischen Pesos anzeigen zu lassen). Der Wert der genannten Alternativen liegt zwischen 20 und 30 Tausend Pesos pro Jahr für fünf Geräte, und sie sind für alle Arten von Geräten erhältlich.

  • Bitdefender gratuito: https://www.bitdefender.com/toolbox/
  • Bitdefender pagado: https://www.bitdefender.com/solutions/total-security.html
  • MacAfee: https://www.mcafee.com/es-cl/antivirus/mcafee-total-protection.html?culture=ES-CL
  • Norton 360: https://cl.norton.com/products/norton-360
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