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sábado, 8. mayo 2021
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Neuer österreichischer Botschafter Stephan Vavrik in Chile

Ein überzeugter Europäer

Von Silvia Kählert

Stephan Vavrik mit seiner Frau Ursula Vavrik im Garten der Residenz der österreichischen Botschaft in Las Condes

Chile war für den neuen österreichischen Botschafter Stephan Vavrik ein echtes Wunschziel. Mitte September sind er und seine Frau Ursula in Santiago angekommen.

Der 1962 geborene Diplomat erklärt: «In Österreich ist es üblich, dass man angeben kann, welches der 80 Länder, in denen Österreich Botschaften unterhält, in Frage kommt. Auch die Sprache des Landes sollte man beherrschen.» Er ist selber zweisprachig mit Französisch aufgewachsen und war zwei Mal in Mexiko, einmal an der österreichischen Botschaft und später an der EU-Botschaft, tätig. So erklärt er seine Affinität zur spanischsprachigen Kultur: «Wenn man einmal in Lateinamerika war, dann zieht es einen wieder hierher zurück.» Zuletzt arbeitete Vavrik beim Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten in Wien. Bis zu seiner Ankunft in Chile leitete er die Abteilung Multilaterale Auslandskultur und Sportangelegenheiten des Bundesministeriums und war daher auch für Österreichs Interessen in der Unesco, aber auch mit dem Thema «europäische Kulturdiplomatie» im Rahmen der Europäischen Union sowie des Kulturnetzwerks Eunic (European Union National Institutes for Culture) befasst. 

Stephan Vavrik empfindet sich eindeutig «als überzeugten Europäer». Daher erklärt er, dass für Österreich der Beitritt zur Europäischen Union (EU) vor 25 Jahren ein sehr wichtiger Schritt gewesen sei: «Endlich konnten vor allem die jüngeren Österreicher das Recht auf Freizügigkeit genießen und es war viel einfacher in ganz Europa zu arbeiten.» Auch als Diplomat in Mexiko habe er erlebt, dass es zwischen den Vertreten der EU-Staaten ein Zusammengehörigkeitsgefühl gegeben habe. 

Der Wirtschaftswissenschaftler sieht dem Referendum in Chile mit Spannung entgegen: «Falls es zu einer Verfassungsänderung kommen sollte, dann ist dies eine große Aufgabe für Chile.» Aus der Erfahrung Europas, dass Entscheidungsprozesse möglichst transparent ablaufen sollten, sieht er eine Chance auch für ihn als Botschafter im Falle eines «Apruebo», Chile begleitend zur Seite zu stehen. Außerdem gelte es «das riesige Potential Chiles im Bereich der erneuerbaren Energien» zu unterstützen. 

Dies ist auch ein Gebiet, das Ursula Vavrik am Herzen liegt. Die in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften promovierte Österreicherin hat in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der OECD sowie in EU-Institutionen gearbeitet und dabei ihren Schwerpunkt auf den Bereich der Umwelt und Nachhaltigkeit gelegt. 

Gerade rechtzeitig ist der neue Botschafter eingetroffen, um den österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober vorzubereiten. 1.200 Einladungen habe er schon per E-mail abgeschickt, denn er betont: «Auch wenn wir dieses Jahr nicht gemeinsam vor Ort feiern können, so sind doch alle eingeladen mit uns virtuell den Tag zu begehen.»

Auf der Internetseite der österreichischen Botschaft befindet sich der Link für die Übertragung der Feier des Nationalfeiertags: www.bmeia.gv.at/oeb-santiago-de-chile

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