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sábado, 28. noviembre 2020
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«120 Tage Quarantäne – eine echte Herausforderung mit Kindern»

Erst war es ein bisschen wie Urlaub, auf die Dauer aber nicht einfach. Familien mit Kindern machten die Erfahrung, dass man sich etwas einfallen lassen musste, um diese lange Zeit der Quarantäne während der Coronapandemie zu überstehen. Auf was für Ideen sie gekommen sind, haben einige dem Cóndor erzählt.

Familie Luis und Rhea Tinkhauser mit Are (9 Jahre), Juna (7 Jahre) und Gero (7 Jahre)
Natürlich haben wir uns zwischendrin gelangweilt und es war nicht immer nur toll.
Aber wir waren eigentlich froh, dass wir Schule hatten. Denn die Deutsche Schule Santiago hat wirklich viele kreative Sachen geschickt. Damit haben wir uns ausgiebig beschäftigt: Mit den Bastelanleitungen, mit den Sportanleitungen, wir haben alles ganz in Ruhe gemacht. Ganz viele Dinge waren dabei, die uns gut gefallen haben.
Die Kinder hatten immer kreative Ideen. Zum Glück haben wir das kleine Stück Garten und konnten da Inliner und Fahrrad fahren. Die Kinder haben Spiele aufgebaut, haben kochen gelernt und wir haben sehr viel gebacken. Man muss sich ja etwas einfallen lassen. Am Anfang fanden wir es noch witzig, als wir dachten es dauert nur drei Wochen, aber dann mussten wir uns umorganisieren.
Dennoch hat es auch Ruhe in die Familie gebracht. Die Kinder haben ganz viel zu dritt gespielt. Sonst waren sie einzeln mit ihren Freunden unterwegs oder im Sportclub.

Familie Purschke mit Emil (9 Jahre), Käthe-Marie (8 Jahre) und Willi (3 Jahre)
120 Tage sind eine lange Zeit in der Quarantäne – vor allem eine echte Herausforderung mit drei kleinen Kindern.
Was uns durch die Zeit gerettet hat und unser Familienereignis war, waren die Gesellschaftsspiele, die immer im Schrank standen, aber zu selten benutzt wurden und nun endlich einmal herausgekramt haben.
Vor allem haben wir angefangen, Monopoly zu spielen. Dazu muss man sagen, dass Käthe-Marie, unsere Mittlere, nicht gerne rechnet, sich dagegen manchmal regelrecht gesträubt hatte. Durch das Monopoly-Spielen hat sie aber Tag für Tag tatsächlich langsam einen Zugang zum Rechnen gefunden und zwar spielerisch. Ihr hat es irgendwann viel Freude gemacht, immer selber ausrechnen zu dürfen, wieviel Geld sie bekam oder zahlen musste. So hat sie auch gelernt, was der Unterschied zwischen hohen und niedrigen Zahlen ist, wenn sie auch mal Geld eintreiben konnte, als jemand auf ihre Straßen gekommen war. So entwickelte sich das Spiel weiter, denn Monopoly kann man stundenlang, spielen. Auf diese Weise haben wir auch alle Regeln kennengelernt, auch die Spezialregeln, die erklären, was man macht, wenn man verschuldet ist etc. Das Spiel haben wir dann teilweise tagelang gespielt und es war dann ein wirkliches Familienereignis, wo alle zusammengekommen sind und viel Zeit miteinander verbracht haben. So haben wir uns am Tisch spielend als Familie noch einmal ganz neu kennengelernt.

Familie Ronda mit Raimundo (14 Jahre) und Catalina (15 Jahre)
Die ganze Familie macht in der Quarantäne-Zeit jeden Tag 20 bis 30 Minuten Yoga. Manchmal übernimmt eines der Kinder die Rolle des Yoga-Lehrers, da sie schon einiges können und das macht auch allen Spaß.
Wir spielen auch gerne Dixit, Carioca und Catan.
Manchmal sehen wir auch Filme oder Serien an. So haben wir auch ein Thema, über das wir alle hinterher diskutieren oder reden können. Normalerweise schaffen wir es nicht, einen Film ganz anzuschauen. Dann sehen wir ihn in zwei oder drei Teilen.
Was Serien bei Netflix angeht, mag meine Tochter vor allen Dingen: Restaurantes en apuros, The World´s most extraordinary Homes. Und mein Sohn: Matchday-Inside Barcelona FC.

Famile Dellis mit der 14-jährigen Sophie und dem 11-jährigen Clemens

Freitags spielen wir regelmäßig, entscheiden spontan welches Spiel. Zum Beispiel teilen wir uns in zwei Teams auf und spielen dann Szenen aus berühmten Filmen nach und die anderen müssen raten, welcher Film das ist.
Die Kinder haben auch Ideen, was sie schon mal in der Schule gemacht haben. Einer malt etwas und legt dabei das Blatt auf den Rücken eines anderen. Derjenige, auf dessen Rücken gemalt wird, muss quasi «erfühlen», was der andere malt, hat selber Stift und Papier und versucht es nachzumalen und die anderen raten, was das sein soll.
Wir machen sehr viel Karaoke, nur unser Sohn ist nicht so begeistert dabei. Er spielt lieber Schach oder «Mensch ärgere dich nicht».
Eine Beschäftigung ist auch: Jeder schreibt eine oder verschiedene schwierige Fragen auf. Das sind vor allem Grenzsituationen. Einer muss eine Frage ziehen und versuchen zu erraten, wie derjenige wohl reagiert hat. Wenn die tatsächliche Antwort damit übereinstimmt, dann bekommt man einen Punkt.
Vor allem unser Sohn spielt mal eine Stunde am Computer, was ich als Mutter zwar nicht so toll finde, aber es ist auch wichtig für ihn, um sich dann auch mit anderen treffen zu können.
Was sich mit der Zeit ergeben hat und was ich sehr schön finde, ist, dass wir nach dem Mittagessen nicht wie sonst aufstehen, sondern dass wir noch sitzen bleiben und uns unterhalten und Tee trinken. Dann erinnern wir uns an etwas von früher oder vor allem die Kinder erzählen von sich selbst. Das gefiel unseren Kindern besonders und sie haben das sogar von sich aus eingefordert, was mich sehr gefreut hat.

Familia Bacovic con Lukas (9 años), Andrés (6 años) y Matías (3 años)
Tengo tres niños varones de nueve, seis y tres años. Vivimos en una rica y cómoda casa en Las Condes, en condominio, con jardín. Al principio de la cuarentena, cuando aún hacía calor, era fácil entretenerlos por varias horas en la piscina. Se nos pasaban las tardes volando! 
Ya empezando el otoño pasamos a juegos más indoor como Legos, Bauklötze, animalitos plásticos y autitos, los siempre favoritos de niños de todas las edades. Evidentemente siendo tres de tan diversas edades tienen gustos muy diferentes: el mayor (Lukas) descubrió las bondades de la tecnología y se «junta» diariamente con su mejor amigo a conversar y juegan un rato el juego en línea (ipad) para el cual tiene permiso.
El del medio (Andrés) logra congeniar perfectamente con los juegos del menor (Matías, de 3) y también con Lukas. Creo que en estos meses su, ya de por sí, gran capacidad de adaptarse a los cambios y adversidades, se ha hecho aún más notoria. El chiquitín de tres juega mucho solo, pero también disfruta teniendo a los hermanos al alcance de su mano todo el día para unirse a sus luchas cuerpo a cuerpo, hacer «montoncito», saltar en la cama elástica y jugar «el suelo es lava» donde mis pobres sofás pagan las consecuencias de haber aterrizado en una casa con tres hombrecitos muy enérgicos, activos y llenos de adrenalina.
Yo trabajo en salud dos semanas al mes, así que no estoy siempre en casa, pero se quedan con la nana que esta viviendo acá desde el inicio de la cuarentena. Ellos mismos se gestionan sus «meet» y cumplen con sus tareas solos los días que yo no estoy. 
Las actividades que han hecho son muchísimas: «construir» guaridas, cocinar y hornear, andar en bicicleta (y aprender a hacerlo) dentro del condominio o dar vueltas a la manzana caminando, pintar con témpera, jugar a las escondidas, armar puzzles (de ellos y me ayudan con los míos), leer, hacer yoga, aprender a andar en patines, pelear a gritos y a veces a combos, pero también muchísimo regaloneo con mamá y papá, relajarse al sol, ver a los familiares en reuniones online, ver películas comiendo cabritas, etc.
Por supuesto, no todo es siempre dulce! Se aburren a ratos, echan de menos a sus abuelos y primos, los recreos con compañeros, pelean entre ellos y se frustran cuando estoy trabajando y necesitan ayuda para sus tareas. 
Así y todo, siento que este tiempo les dejará muchos y lindos recuerdos para toda la vida (entendiendo que fueron privilegiados al tocarles quedar encerrados en un hogar relativamente armónico y sin carencias), más allá de lo terrible y pavorosa que puede ser esta situación en general. Han aprendido a ser más responsables, más tolerantes entre ellos, a darse cuenta de los beneficios de tener hermanos para compartir tiempo y juego y a ser un poquito más humildes.

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