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sábado, 8. agosto 2020
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Seit zehn Jahren Astronomie-Projekt an Schulen

Für Lehrer aus Deutschland und Chile

Astronomielehrer der Netzwerke in Chile und Deutschland besuchen gemeinsam das Antennenfeld von ALMA auf dem Chajnantor-Plateau (2016).

Das Wissen vom Weltraum in die Schulen weiterzugeben – das ist das Ziel des vor zehn Jahren gestarteten Astronomieprojekts «Universo en el Aula». Inzwischen haben rund 1.200 Lehrer von dem Programm profitiert.

Von Silvia Kählert

Die Astrophysikerin und Südamerikanerin Cecilia Scorza, die 2010 am Haus der Astronomie auf dem Königstuhl (HdA) und an der Universität Heidelberg tätig war, und Olaf Fischer, Wissenschaftler beim Haus der Astronomie, initiierten das Projekt. Dieses wird finanziert mit Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdiensts an das Heidelberg Center Lateinamerika in Santiago. Zunächst sollte es nur um den Austausch von Erfahrungen aus dem Astronomieunterricht zwischen den Schulen in Chile und Deutschland gehen.

Valeska Garcés (rechts) und Guillermo Avello (stehend), Fortbilder im Netzwerk der chilenischen Astronomielehrer beim Workshop zur Erkundung der Mondoberfläche im Rahmen der Lehrerfortbildung in Antofagasta 2020.

Wie Olaf Fischer in seinem Beitrag in der Zeitschrift «Sterne und Weltraum» vom Juni ausführt, sei aber schnell klar geworden, dass es der Sache dienlicher sei, wenn chilenische Austronomielehrer Fortbildungskurse für ihre Kollegen in Chile durchführten. Im Jahr 2012 kamen die ersten zwei chilenischen Lehrer nach Deutschland und wurden auf dem Gebiet der Astronomiedidaktik ausgebildet. Seit 2015 sind jährlich drei chilenische Lehrer zur Fortbildung von zwei Wochen an das HdA gekommen. Insgesamt sind inzwischen 15 Lehrerfortbilder in Chile für das Fach Astronomie tätig.

Hinzukommt ein Programm der chilenischen Lehrerfortbilder bei ihrem ersten Einsatz in Chile. Bis heute wurden mit Mitarbeitern des HdA immer zu Beginn der chilenischen Sommerferien im Januar an zehn verschiedenen Orten in Chile 21 zweitägige Lehrerfortbildungen zur Astronomie durchgeführt.Insgesamt rund 1.200 chilenische Lehrer nahmen daran inzwischen bis heute teil.

Bis Mitte 2024 ist geplant, dass zwölf weitere Lehrer aus Chile zunächst für zwei Wochen ans HdA kommen und dann bei vier Lehrerfortbildungsaktionen in Chile, auch wieder mit Heidelberger Unterstützung, erstmalig selbst zum Einsatz gelangen. 

Der Astronomiedidaktiker des HdA Olaf Fischer berichtet, dass mittlerweile ein gut kooperierendes Lehrernetzwerk in Chile entstanden sei. Dieses Netzwerk besteht aus Lehrern, die im Rahmen des Projektes am HdA fortgebildet wurden. So sei es möglich, dass künftig die Netzwerkmitglieder eigenständig die Fortbildungen in Chile organisieren können.

Auch deutsche Lehrer des Netzwerks der HdA können seit 2016 auf eigene Kosten an einem Teil der Fortbildungsreise in den Norden Chiles teilnehmen. Sie stellen dabei die astronomische Bildungsarbeit ihrer deutschen Schulen vor und besuchen auch Schulen vor Ort. Die Besichtigung von Observatorien, wie das ALMA und Nachtbeobachtungen in der Atacama-Wüste stehen auch auf dem Programm. Mit einem Wissenszugewinn und neuen Kontakten reisten sie daraufhin motiviert wieder nach Deutschland zurück. Olaf Fischer stellte fest: «Wer die Lehrerfortbildungen zur Astronomie in Chile erlebt, der stellt fest, dass die chilenischen Netzwerklehrer mit großem Enthusiasmus agieren und bei den Fortbildungsteilnehmern echte Begeisterung erzeugen. Dies nehmen wir nach Deutschland gerne mit.»

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