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sábado, 8. agosto 2020
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Kreativität in der Coronakrise

Von der Mode- zur Maskendesignerin

Ihre persönliche Lieblingsmaske hat Natalia Figueroa mit einer Borte verziert.

Von Stefanie Hornung

«Ich schaffe bis zu 14 Stück an einem Tag», sagt Natalia Figueroa Tarrastro und streichelt ihre treue Gefährtin, eine Nähmaschine, die zwar schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, aber zuverlässig ihre Arbeit erledigt. Arbeit, die ihre Besitzerin in Zeiten der Coronakrise über die Runden bringt.

Denn die Modedesignerin hat sich eigentlich auf Abend- und Brautmoden spezialisiert. Aber seit Beginn der Coronakrise sind die meisten Veranstaltungen und Feiern abgesagt. «Wie gut, dass ich immer auf mehrere Standbeine setze», ist Natalia erleichtert. Ihre Tätigkeit als Modecoach kann sie auch online aus-üben. Und seitdem überall Maskenpflicht herrscht, hat sie sich auf deren Fertigung spezialisiert.

Schnittmuster aus Korea

«Ich nutze unterschiedliche Stoffe, die aber alle aus fester Baumwollsind. Diese lege ich doppelt und vernähe entsprechend eines erprobten Schnittmusters.» Das Schnittmuster hat sie unter tausenden von Variationen online gefunden. Der Designer des von ihr genutzten Maske musters kommt aus Korea und arbeitet normalerweise mit der japanischen Papierfalttechnik Origami. Diese ist dafür bekannt, dass sie besonders haltbare Papierfiguren oder -behälter kreiert. «Das Schnittmuster für die Masken entspricht den Anforderungen der verschiedenen Gesichtsformen ebenso wie der Stabilität, die der Stoff nach dem Nähen hat», erklärt Natalia und weist noch einmal darauf hin, dass selbstgenähte Masken unbedingt aus einem festeren Baumwollstoff sein sollten. «Viele nähen aus Polyester oder anderen Kunstfasern. Das sind zwar leichte Stoffe und sie lassen sich gut vernähen, aber der Nachteil ist, dass man schnell anfängt, unter der Maske zu schwitzen. Außerdem lassen sich diese Masken nicht optimal bei hohen Temperaturen waschen oder sogar sterilisieren.»

Natalia fertigt Masken für Firmen ebenso wie für Privatpersonen. Die Preise richten sich nach Anzahl und Stoffauswahl.

Stoffmasken richtig aufbewahren und reinigen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland empfiehlt, eine Trockenreinigung von Masken – zum Beispiel in der Mikrowelle – zu vermeiden. Stattdessen sollten Mehrweg-Behelfsmasken aus Baumwolle mit Vollwaschmittel gereinigt werden. 90 Grad wie bei Kochwäsche seien allerdings nicht nötig, da die Tenside im Waschmittel die Schutzhülle der Coronaviren zerstören und sie somit handlungs unfähig machen. Das gleiche Prinzip gilt auch beim Händewaschen: Seife zerstört ebenfalls die Virenhülle, wenn sie mindestens 20 Sekunden auf der Haut ist.

Nach dem Tragen sollten die Masken aufgehängt werden, idealerweise an einem Haken, sodass feuchte Stellen leicht trocknen können. Das RKI weist daraufhin, dass die Masken nur an den Rändern oder Bändern berührt werden sollten, um eine Kontaminierung der Innenseite zu vermeiden.

Dichtigkeitsprobe bei Masken

Wie bei allen Masken gilt natürlich: Je mehr Partikel beziehungsweise Aerosole gefiltert werden, desto sicherer ist der Maskenträger selbst wie auch andere Menschen in seinem Umfeld. Die Staubmasken mit der europäischen FFP2 beziehungsweise FFP3-Kennzeichnung entsprechen der höchsten Partikelfilterstufe und haben einen entsprechenden Preis. Stammen diese Atemschutzmasken aus den USA, tragen sie die Bezeichnung N95.

Bei selbstgenähten Masken fordert das RKI wenigstens doppelt gelegten Baumwollstoff. Natalias Schutzmasken ent-sprechen dieser Anforderung und halten auch der «Feuerprobe» stand. Zum Beweis pustet sie hinter ihrer Maske gegen die Flamme eines dicht davor gehaltenen Feuerzeugs. Die Flamme bewegt sich keinen Millimeter und geht auch nicht aus. «Das zeigt», sagt Natalia, «dass die Maske wenig Atemluft durchlässt.» Ihre Masken näht sie auf Wunsch nach noch mehr Schutz auch mit einem Gummi-Einsatz vor dem Mundnasenbereich und sie experimentiert mit Verbundstoffen. Bestellungen nimmt sie gern über WhatsApp entgegen:
+56 9 9709 0157.

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