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viernes, 25. septiembre 2020
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Vier deutsche Schulen in Chile bei weltweitem Wettbewerb

«Erinnern für die Gegenwart»

Von Silvia Kählert

Gleich vier deutsche Schulen in Chile haben die ersten Hürde des weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbs «Erinnern für die Gegenwart» geschafft und werden finanziell gefördert: die Deutsche Schule Santiago, Valdivia und Valparaíso und die Sankt Thomas Morus Schule.

«Wir brauchen ein Erinnern für die Gegenwart. Jede Generation muss sich das Gedenken neu erarbeiten.» Aus diesem Grund initiierte Bundesaußenminister Heiko Maas den Wettbewerb für das Schuljahr 2019/2020. Das Auswärtige Amt forderte damit alle Deutschen Auslandsschulen und Deutsch-Profilschulen dazu auf, Projekte zur Erinnerungskultur zu entwickeln.

Aus der Vergangenheit lernen

Welche Geschichte hat unsere Schule? Wie hat sie sich in unterschiedlichen politischen Kontexten verhalten? Was lässt sich aus der Vergangenheit für heute lernen? Diese Fragen stellt der Wettbewerb mit dem Ziel, Erinnerungskultur, Toleranz und Demokratieverständnis zu stärken und auch auf heutige Formen der Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Weltweit werden 58 Projekte mit 800.000 Euro gefördert, die sich mit ganz unterschiedlichen Themenschwerpunkten auseinandersetzen. Nach Projektabschluss im Mai werden die besten drei Projekte im Sommer 2020 zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen und von Bundesaußenminister Maas ausgezeichnet.

Vier Schulprojekte in Chile

Ziel des Projekts der Deutschen Schule Valdivia «Digitale Zeitzeugengalerie 2.0» ist es, fächerübergreifend, schülerorientiert und unter Einsatz von «Augumented Reality» zur Aufarbeitung der Epoche· der chilenischen Diktatur an der Schule beizutragen.

Das Projekt der Deutschen Schule Valparaíso zielt darauf ab, ein Bewusstsein für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu entwickeln. Dafür werden sich die Schüler mit der Entwicklung Chiles ab 1973 auseinandersetzen: der Diktatur, der Demokratisierung und der Aufarbeitung.

Das Projekt der Deutschen Schule Santiago beschäftigt sich mit der Schulgeschichte und der Geschichte Chiles zwischen 1973 und 1990 und der Frage, welchen Einfluss letztere auf die Schule und ihre Angehörigen hatte.

Der Cóndor wird in späteren Ausgaben detaillierter über die Aktivitäten der Schulen für den Wettbewerb berichten. Im Folgenden stellt die Geschichtslehrerin Verena Horlacher das Projekt der Sankt Thomas Morus Schule vor

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