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Montag, 6 April 2020
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GIZ-Experte erläutert Herausforderungen für Energiespeichertechnologie in Chile

Publirreportaje der GIZ

Riesige Strommasten, ein in Deutschland selten gewordener Anblick

Energiespeicher sind Anlagen, die Energie elektrisch, chemisch, elektrochemisch, mechanisch oder thermisch speichern und zeitlich verzögert zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können Energiespeicher durch intelligente Vernetzung variable Energieströme aus Solar- und  Windkraftwerken mit dem Energieverbrauch flexibel koppeln.

Nach Ansicht von Ignacio Jofré, technischer Experte des 4e-Programms der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Chile, gibt es in Chile derzeit noch relativ wenig Erfahrung  über die Nutzung von Energiespeichertechnologien in Stromverteilungssystemen, insbesondere «über Sicherheit, Dimensionierung und Auswahl von Technologien für kleine und mittelgroße  Anlagen.» Dabei sind technische, regulatorische Aspekte sowie noch relativ hohe Investitionskosten die drei zentralen Herausforderungen, um die Technologie der Energiespeicherung in Chile zu verbreiten. Um diese Barrieren zu überwinden, entwickelt die GIZ zusammen mit dem Energieministerium und der Sicherheits- und Zulassungsbehörde SEC zur Zeit verschiedene Studien, um technische Maßnahmen und Regulatorien zu entwickeln, die einen echten Qualitätssprung zur breiten Anwendung von Speicheranlagen in Verknüpfung mit Photovoltaikanlagen  ermöglichen.

«Auf der wirtschaftlichen Seite wird es mit sinkenden Investitionskosten dann auch attraktiver in diese Technologien zu investieren. In dem Maße, wie die eigenproduzierten und durch Batterien ‘niveau-regulierten’ Energiekosten (Leveled Cost of Energy -LCOE) genauso hoch sind wie die vom Stromnetz bereitgestell-te Energie, wird Speichertechnologie zu einer absolut attraktiven Lösung», ergänzt Jofré.

Es wird geschätzt, dass die Investitionskosten für Energiespeicher in den nächsten zehn Jahren um 20 bis 50 Prozent der aktuellen Werte sinken könnten, wobei die Ionen-Lithium -Speicher die stärkste Preisdynamik  verzeichnen und dadurch deren Marktpotential erheblich steigen könnte. Ignacio Jofré erklärt, dass sich für jedes Marktsegment   letztendlich die Technologie am Markt durchsetzt, die am besten geeignet sein wird. «Dafür sind zwei Variablen massgeblich: die zeitliche Speicherkapazität (gemessen in Stunden) und die gespeicherte Energiekapazität (gemessen nach Leistung).»

Der Energieexperte der GIZ Chile erläutert: «Technisch gesehen stellen Lithium-Ionen-Batterien derzeit die effizienteste Option für Energiesysteme, die ununterbrochen Energie benötigen, dar. Aber auch kurzfristige Beeinträchtigungen des Netzbetriebes können Batterien besonders präzise und effizient ausbalancieren, um so die Netzfrequenz von 50 Hz von Stromverteilungssystemen permanent zu gewährleisten. Dafür sind Nickel-Cadmium- und Lithium-Ionen-Batterien die leistungsstärksten Lösungen, während für den (Strom-)Spitzenkostenausgleich (peak shaving) Blei-Säure-Systeme technisch gesehen eine bessere Leistung anbieten.»

Das heißt, die Batterien werden immer dann aufgeladen, wenn die Stromtarife gerade am niedrigsten sind, zum Beispiel in Zeiten mit geringer Stromnachfrage oder wenn der Strom gerade im Überschuss durch Solaranlagen selbst produziert wird. Entladen werden die Batterien dann, wenn der Netzstrom besonders teuer wäre beziehungsweise wenn in der Abendzeit kein Solarstrom produziert werden kann.

«Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Energiespeicherung über ‘grünen’, aus erneuerbaren Energien erzeugtem   Wasserstoff (H2) in Chile immer attraktiver wird, insbesondere für die Großindustrie, den Güterverkehr und den Bergbau», sagt Ignacio Jofré und verweist damit auf die Recherchen seiner Kollegen der GIZ in Chile zum Thema Wasserstoff.

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