Digitale Revolution fordert Unternehmen heraus

Deutsch-Chilenische Wirtschaftstage 2017

Oliver Rotmann, Präsident AHK Chile; Claudia Guterl, Geschäftsführerin BASF Chile S.A.; Cornelia Sonnenberg, Hauptgeschäftsführerin AHK Chile; Rolf Schulze, deutscher Botschafter in Chile; und Matthias Mohr, CEO K+S Sal de Chile S.A.
Oliver Rotmann, Präsident AHK Chile; Claudia Guterl, Geschäftsführerin BASF Chile S.A.; Cornelia Sonnenberg, Hauptgeschäftsführerin AHK Chile; Rolf Schulze, deutscher Botschafter in Chile; und Matthias Mohr, CEO K+S Sal de Chile S.A.

 

Das bedeutendste Unternehmertreffen zwischen beiden Ländern thematisierte Anwendungsbereiche von Industrie 4.0 und brachte dazu deutsche und chilenische Experten zusammen.

Nach neuesten weltweiten Schätzungen werden 70 bis 80 Prozent der derzeitigen Arbeitsplätze in den nächsten 20 Jahren nicht mehr existieren. Daher wird es von entscheidender Bedeutung sein, dass Unternehmen über die technologischen Instrumente zur Bewältigung dieser Veränderungen verfügen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren. Gleichzeitig muss sich das Bildungswesen auf den Paradigmenwechsel einstellen.  

Diese Herausforderungen der digitalen Revolution thematisierten die VIII. Deutsch-Chilenischen Wirtschaftstage 2017, organisiert von der AHK Chile. Bei dem Event wurden konkrete Beispiele für industrielle Anwendungen in verschiedenen Branchen vorgestellt. Das Treffen bot somit eine Plattform für Austausch und Networking zwischen Firmen, Institutionen und Experten.

«In zehn Jahren wird es in der Logistik 65 Prozent selbstlernende Systeme geben, aber die menschliche Arbeitskraft wird auf alle Fälle weiter bedeutend an den produktiven Prozessen teilhaben», erklärte Jana Jost vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. In ihrem Vortrag «Selbstorganisierende Systeme – (R)evolution in der Logistik» stellte sie die Forschungsfelder des Dortmunder Instituts vor, in denen es um die Integration von Mensch und Maschine geht.

Pilar Parada, Directora Ejecutiva del Centro de Biotecnología de Sistemas de Fraunhofer Chile Research, Jana Jost vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Eduardo Busquets, Invest Chile
Pilar Parada, Directora Ejecutiva del Centro de Biotecnología de Sistemas de Fraunhofer Chile Research, Jana Jost vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Eduardo Busquets, Invest Chile

«In Chile ist ein tiefgreifendes Umdenken nötig. Heute geht es nicht mehr darum, produzierende Industrien aufzubauen, sondern zu verstehen, dass der Erfolg der Wirtschaft darin liegt, Daten zu erfassen. Die Industrie braucht kein Anlagevermögen mehr», erklärte Palayo Covarrubias, Präsident der chilenischen Stiftung País Digital, die in den Bereichen digitale Entwicklung, Bildung und Smart Cities arbeitet.

Eröffnet wurden die Wirtschaftstage, die mehr als 300 Besucher zählten, von Kammerpräsident Oliver Rotmann. «Informationen und Daten sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Diese vierte industrielle Revolution bringt die Automatisierung und den Datentransfer auf ein neues Niveau und baut cyber-physische Systeme im Internet der Dinge und Big Data auf. Dies impliziert Veränderungen, die es in der Dimension ihrer Auswirkungen und schwindelerregenden Geschwindigkeit noch nie zuvor gab», führte Rotmann aus.

Die Veranstaltung wurde vom BMWi und der Repräsentanz des Freistaates Bayern für Südamerika sowie Unternehmen wie Siemens und Bosch unterstützt.

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*