«Es geht um das Wohl des Autos»

Die Liqui Moly GmbH ist ein Ulmer Familienunternehmen, das auf die Herstellung von Additiven, Schmierstoffen und Ölen spezialisiert ist. Seit über 25 Jahren verfügt das Unternehmen auch über eine Verkaufsstelle in Santiago de Chile. Der Cóndor sprach mit dem Ingenieur und Mitarbeiter Jonathan Gysel.

Herr Gysel, kurz eine Frage zu Ihnen: Woher können Sie so gut deutsch sprechen?

Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater der schweizerische Pastor Kurt Gysel. Er wollte für einige Zeit im Ausland missionieren. An der lutherischen Kirche in Santiago war 1976 zufällig eine Stelle frei. Der ursprünglich geplante dreijährige Auslandsaufenthalt entpuppte sich als Auswanderung.

Am 17. September 1984 wurde ich dann in der Deutschen Klinik in Santiago de Chile als viertes von fünf Kindern geboren. Bis zum Kindergarten sprach ich nur Schweizer-Deutsch. Am deutschen Kindergarten und der deutschen Schule wurde uns Spanisch beigebracht.

 

Sind Ihnen Ihre Deutschkenntnisse hier in Chile von Nutzen?

Um den Bezug zur deutschen Sprache nicht zu verlieren, bevorzuge ich es, bei deutschen Firmen mit Sitz im Ausland anstellt zu sein. Nach meinen Ingenieursabschluss an der DUOC in Santiago war ich zunächst bei der Firma Kaufmann beschäftigt. Ende 2012 wechselte ich dann zu Liqui Moly. Meine Zweisprachigkeit war mir stets von großem Vorteil.

 

Wie würden Sie die Marke Liqui Moly beschreiben?

Liqui Moly produziert hochwertige Motorenöle, Additive und Autopflegeprodukte. Die Firma wurde 1957 in Ulm gegründet und ist heute in über 110 Ländern vertreten. Meiner Meinung nach ist Liqui Moly für viele Autoliebhaber oft mehr als nur Öl. Es nicht um Geld, sondern um das Wohl des Autos. Ich sage immer: Ein Volkswagen, der aus Deutschland ist, benötigt eben andere Pflegeprodukte als andere Wagen. Inhaber deutscher Automarken wissen die in Deutschland produzierten Liqui-Moly-Artikel sehr zu schätzen.

 

Wofür sind Sie bei Liqui Moly zuständig?

Ich bin zu 50 Prozent im Büro der Zentrale tätig, zu 50 Prozent auch im Außendienst. Im Büro leiste ich technische Assistenz, im Außendienst bereise ich die Länder des Conosurs und führe Schulungen durch. Dort lehre ich den Seminarteilnehmern, welches Öl man für was verwenden sollte.

 

Wie groß ist die Firma hier in Chile?

In Santiago, dem einzigen Vertreiber in Chile, sind 45 Mitarbeiter beschäftigt. Vier davon sprechen deutsch. Das vereinfacht die Kommunikation zu Deutschland sehr.

 

Ist Chile ein bedeutender Abnehmer der Produkte?

Chile nimmt etwa 50 Prozent der Liqui-Moly-Produkte in Südamerika ab. Die restlichen 50 Prozent erwerben andere südamerikanische Länder.

 

Herr Gysel, zu guter Letzt: Könnten Sie sich vorstellen nach Deutschland oder in die Schweiz auszuwandern?

Für immer eher weniger. Meine Frau und ich haben aber vor, zwei bis drei Jahre dort zu verbringen. Wenn ich dabei weiterhin bei Liqui Moly beschäftigt sein könnte, wäre das natürlich super.

 

Herr Gysel, vielen Dank für das Gespräch.

 

Die Fragen stellte Lena Pirzer.

 

 

«Auto Bild»: Liqui Moly Klassenbester

 

Die Leser der Zeitschrift «Auto Bild» haben die Firma Liqui Moly in der Kategorie Schmierstoffe mit Abstand zum Klassenbesten gewählt. Über die Ergebnisse der Befragung berichtet «Auto Bild» in der aktuellen Ausgabe. Rund 2,75 Millionen Leser waren aufgerufen, Zensuren zu vergeben und die ihrer Meinung nach besten Marken des Kfz-Bereichs zu bestimmen. Das Votum der knapp 100.000 Teilnehmer ist deutlich: Mehr als zwei Drittel entschieden sich für Liquie Moly und bestätigten das Vorjahresergebnis.

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