Chile erreicht 17 Prozent erneuerbare Energien

Diese Grafik der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zeigt die Stromeinspeisung in Chile aus erneuerbaren Energien (Energías Renovables No Convencionales, ERNC) von 2010 bis 2016, gemessen in Gigawattstunden (GWh). Die gesetzlich vorgeschriebene Quote ist als blaue Linie markiert. Quelle: GIZ
Diese Grafik der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zeigt die Stromeinspeisung in Chile aus erneuerbaren Energien (Energías Renovables No Convencionales, ERNC) von 2010 bis 2016, gemessen in Gigawattstunden (GWh). Die gesetzlich vorgeschriebene Quote ist als blaue Linie markiert. Quelle: GIZ

 

Santiago (ade) – Sinkende Technologiekosten sowie eine Rahmenpolitik hätten es möglich gemacht: Ende März betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstrommix in Chile 17 Prozent, wie Energieminister Andrés Rebolledo kürzlich mitteilte. Im März 2014 hatte dieser Anteil noch bei 7 Prozent gelegen.

Die chilenische Regierung beabsichtigt, diesen Anteil bis 2025 auf 20 Prozent und im Jahr 2035 auf 60 Prozent anzuheben. Carlos Finat, Leiter des Verbands für erneuerbare Energien, hält dieses Vorhaben nicht nur für realistisch. Möglich wäre sogar, dass Chile im Jahr 2050 komplett seinen Strom aus erneuerbaren Energieträgern speist.

Deutschland fördert jetzt auch Mieter-Strom

Deutschland gilt weltweit als Vorreiter bei Solarstrom. Jetzt legt das Land noch einmal nach: Zukünftig sollen auch Bewohner von Mietwohnungen die Photovoltaik nutzen können.

Neben Hauseigentümern sollen in Deutschland nun auch Mieter von der Solarenergie profitieren können, so ein Regierungsbeschluss.
Neben Hauseigentümern sollen in Deutschland nun auch Mieter von der Solarenergie profitieren können, so ein Regierungsbeschluss.

Berlin (dpa) – Neben Hauseigentürmern sollen künftig auch mehr Mieter selbst produzierten Ökostrom günstig nutzen können. Die Bundesregierung verabschiedete vor kurzem einen Gesetzentwurf zur Förderung von Mieterstrom, der etwa von Solaranlagen auf dem Dach kommt. Damit will der Bund erreichen, dass mehr Vermieter solche Anlagen auf ihre Mietshäuser bauen und damit die Energiewende voranbringen. Um die Investition für Vermieter attraktiv zu machen, sollen sie für den Strom einen Zuschuss bekommen. Die Förderung könnte laut Wirtschaftsministerium noch in diesem Jahr beginnen. Die Höhe hängt den Plänen zufolge von der Größe der Solaranlage und dem Photovoltaik-Ausbau insgesamt ab. Der Zuschlag wird voraussichtlich zwischen 2,75 Cent und 3,8 Cent pro Kilowattstunde liegen. Zugleich wird sichergestellt, dass Mieter ihren Stromanbieter weiter frei wählen können. Geplant sind Vorgaben an Vertragslaufzeiten, ein Verbot der Kopplung mit dem Mietvertrag und eine Preisobergrenze für Mieterstrom. Der von Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet. Um die Versorgung der Mieter sicherzustellen, werden sie mit am Markt beschafftem Strom versorgt, falls die eigene Anlage nicht genug liefert. «Mit der Förderung von Mieterstrom bringen wir die Energiewende in die Städte und beteiligen die Mieter an der Energiewende», sagte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Das Potenzial liege bei bis zu 3,8 Millionen Wohnungen. Mieterstrom sei wirtschaftlich interessant, weil Bestandteile der Stromrechnung wie Netzentgelte, Netz-Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgabe nicht anfielen.

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