Das Aus für den Brockhaus

Gütersloh (dpa/ade) – Der Brockhaus steht vor dem Aus. Der Medienriese Bertelsmann will das Geschäft mit Lexika aufgeben. Das teilte der Konzern am Dienstag mit. Zunächst soll der wichtige Direktvertrieb bis Mitte 2014 eingestellt werden. Die Online-Aktualisierungen sollen noch sechs Jahre fortgeführt werden. Der Vertrieb über den Buchhandel allein reiche aber nicht zum Überleben aus, hieß es.

Die Marke Brockhaus gehört zum Wissenmedia Verlag. Ein Großteil der 300 Arbeitsplätze beim Verlag und dem Direktvertrieb fällt weg. Denkbar sei, eine Lizenz für die Marke Brockhaus zu vergeben, sagte ein Sprecher.

Die Brockhaus Enzyklopädie ist ein mehrbändiges Nachschlagewerk in deutscher Sprache. Friedrich Arnold Brockhaus übernahm 1808 auf der Leipziger Buchmesse ein «Conversations-Lexikon», das aus dem Jahr 1796 stammt und als Vorläufer der Reihe gilt, die später unter dem Namen «Der Große Brockhaus» bekannt wurde. Die 21. Auflage in 30 Bänden erschien 2005/2006. Es sollte die letzte Druckausgabe sein. Marktanalysen zeigen, dass Kunden zukünftig immer mehr im Internet nach Sachinformationen suchen.

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