Billige Verpackungen entlarven gefälschte Parfüms

Der Markenname klingt vertraut. Auch die Verpackung sieht wie üblich aus – fühlt sich aber anders an: Die gewohnten Prägungen fehlen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass das Parfüm gefälscht ist.

Berlin (dpa/tmn) – An Urlaubsorten werden Touristen oft gefälschte Parfüms und Kosmetika angeboten. Ob es sich dabei um eine Kopie handelt, erkennen sie häufig schon an der Verpackung. Zwar seien die Kartons meist gut nachgemacht, aber Produktpiraten sparten häufig an aufwendigen Feinheiten wie Prägungen. Darauf weist der VKE-Kosmetikverband in Berlin hin. Markennamen werden oftmals schlampig aufgedruckt, und auf den Verpackungen fehlten Hinweise zum Produkt.

Der Karton sowie das Material von Tiegel oder Flakon hätten eine schlechte Qualität, nennt der VKE weitere Hinweise. Glas sei etwa nicht ganz rein oder habe scharfe Kanten. Der Zerstäuber wirke zerbrechlich, oder das Rohr in der Pumpe sei zu kurz.

Und auch der gesunde Menschenverstand schützt vor einem Fehlkauf: Ist ein vermeintliches Markenprodukt viel billiger als üblich, handele es sich meist um eine Fälschung. Besonders lohne sich die Kopie von hochpreisigen Marken für die Fälscher, erläutert der VKE. Verkauft werden diese gerne auf Märkten oder direkt am Strand von Urlaubsgebieten, aber auch auf Flohmärkten in Deutschland sowie im Internet. Für Verbraucher können solche gefälschten Produkte gesundheitsschädlich sein, erläutert VKE-Geschäftsführer Martin Ruppmann. Sie enthalten oft minderwertige oder verunreinigte Rohstoffe.

Nicht immer werden Verbraucher Opfer böser Krimineller – häufig machen sie von selbst mit: 40 Prozent der unter 35-jährigen Europäer kauften bewusst Plagiate, sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

 

Verpackungsmesse Interpack 2014

Santiago (ade) – Alle drei Jahre findet die weltgrößte Verpackungsfachmesse Interpack in Düsseldorf statt. Im nächsten Jahr zwischen dem 8. und 14. Mai ist es wieder soweit. Laut den Organisatoren kamen 2011 rund 166.000 Besucher, wobei mehr als 2.700 Aussteller aus fast 60 Ländern ihre Waren und Dienstleistungen präsentierten – im Mai 2014 könnten es noch mehr werden.

Um für ihren Branchentreff zu werben, kamen Hans Werner Reinhard von der Messe Düsseldorf und Markus Rustler, zuständig für das Marketing bei der Interpack, auch nach Chile. Gemeinsam mit der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer (Camchal) luden sie vergangene Woche zu einer Präsentation in das W-Hotel in Santiago. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interpack.de

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