Wissenschaft, Lehre, Dirndl

Luise Freitag Baylat Santiago de Chile Bayern
Luise Freitag wirbt im Dirndl für Bayern: Das Bayerische Hochschulzentrum für Lateinamerika (Baylat) ist eine Serviceeinrichtung des bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Es fördert die Vernetzung mit lateinamerikanischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Baylat hat seinen Sitz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Bayern-Tag in Chile

Mit einem «Bayern-Tag» warb das Bundesland vergangene Woche in Santiago de Chile für seine Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
 

Von Arne Dettmann

«Was fällt einem zuerst ein, wenn man an Bayern denkt? Wahrscheinlich Lederhosen, Dirndl, das Oktoberfest und hübsche Schlösser», sagte Luise Freitag vom Bayerischen Hochschulzentrum für Lateinamerika. Doch dann machte die im Dirndl gekleidete Bayerin den Zuhörern klar, dass es in ihrer Heimat noch viel mehr gibt als nur Weißwurst, Brezel und Bierkrüge.

Elf Universitäten – darunter die Technische Universität München und die Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Status als Exzellenzuniversitäten – sowie 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften würden das Bundesland zu einem attraktiven Standort fürs Studium machen. Die Einrichtungen genössen eine hohe Reputation, seien gratis sowie international vernetzt; das Bundesland selbst böte einen hohen Lebensstandard, Sicherheit, Natur, Geschichte und Tradition.

Einige Vertreter bayerischer Hochschulen waren ebenfalls nach Chile gereist und stellten auf dem «Bayern-Tag» (spanischer Titel «Día de Baviera: ciencia y academia») den Gästen im O´Higgins-Saals des chilenischen Außenministeriums ihre Institution vor. Darunter waren die Hochschule Hof, die Technische Universität München, die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und die Universität Bayreuth. Zudem hielten Arpe Caspary, Leiter des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) in Chile, und Dr. Gudrun Kausel, Repräsentantin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Chile, Vorträge über Studienförderung und bilaterale Kooperation in Wissenschaft und Forschung.

«Chile muss den Entwicklungssprung schaffen. Und das geht nur mit Innovation, Forschung und Bildung», erklärte Gabriel Rodríguez García-Huidobro, Abteilungsleiter für Energie, Wissenschaft, Technologie und Innovation im chilenischen Außenministerium. «Wir erreichen nichts, wenn wir nur mehr Kuper verkaufen, auch wenn der Preis für das Metall steigen sollte.» Der deutsche Botschafter Rolf Schulze unterstrich, dass Deutschland innerhalb der EU der wichtigste Handelspartner für Chile sei und daher der Austausch auch auf dem Gebiet der Lehre und Forschung ausgebaut werden sollte.

Weitere Infos: www.baylat.org

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