Soul of India: Aromen mit Seele

Die indische Küche umfasst die unterschiedlichsten regionalen Gerichte und Kochstile, die vom Himalaya bis zur Südspitze des Subkontinents reichen und so verschieden sind, dass eine Zusammenfassung unter einem Begriff kaum möglich ist. Die Vielfalt der indischen Küche spiegelt nicht nur die enorme Größe des Landes, sondern auch dessen Religions- und Kulturgeschichte wider. So findet man viele orientalische Elemente, wie zum Beispiel Pilaw, aber auch westliche Einflüsse der ehemaligen Kolonialmächte, wie Tomaten, Kartoffeln und Chili.4119-20_p14
Als Inbegriff indischer Küche gelten in der westlichen Welt jedoch die Vielfalt der Gewürze und das Verwenden von scharfen Soßen. Charakteristisch sind Gerichte, die sich durch einen komplexen und subtilen Einsatz von Pfeffer, Kurkuma, Kardamom, schwarzem Senfsamen, Safran oder Bockshornklee auszeichnen. Die international wohl bekanntesten indischen Gerichte wurden unter der Sammelbezeichnung Curry populär. Mit dem Wort Curry werden diverse Speisen bezeichnet, es ist außerhalb Indiens aber auch der etablierte Begriff für eine fertige Gewürzmischung, das Currypulver. Dessen Name wurde von der in Indien gängigen, gleichnamigen Zubereitungsart abgeleitet, die am ehesten einem Ragout entspricht. Hingegen werden dort die diversen Gewürzmischungen als Masala bezeichnet.
In Santiago haben sich lediglich sechs Restaurants auf indische Küche spezialisiert, darunter das Soul of India in Vitacura, nur wenige Meter vom bekannten Paseo El Mañío entfernt. Der Name – «Seele Indiens» – spiegelt sich in der umfangreichen Speisekarte wider, die von Prawn Patiala und Tandoori Nan über Murgh Makhanwala, Rogan Josh, Prawn Rajwadi und Kashmiri Pulaw bis Pista Kulfi reicht. Es wäre müßig, jedes einzelne Gericht hier zu beschreiben – die Ingredienzien sind in der Karte erklärt und das freundliche Personal hilft gern bei der Auswahl.
Hervorragend sind die marinierten, kross in Kichererbsenmehl gebackenen Fischfilets (Reineta), der sahnige Linseneintopf, die Krabben in Safransauce aus dem Tandoor-Ofen. Dazu schmeckt Nan-Brot und Basmati-Reis mit verschiedenen Gewürzen. Der Schärfegrad kann vom Gast bestimmt werden. Dabei ist Vorsicht geboten: Der original indische Gaumen ist einiges gewohnt!
Zum Abschluss noch ein Stück frische Möhrentorte mit Mandeln und Kardamom. Am Eingang des Restaurants werden an einer kleinen Theke Produkte angeboten, mit denen man zu Hause manches nachkochen kann. Guten Appetit beim Probieren der Aromen mit Seele!

Karla Berndt

Soul of India, Av. Vitacura 4111, Vitacura, Telefon: 222 28 28 25

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