17 auf einen Streich!

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Von Karla Berndt

War es noch vor einigen Jahren der Bereich der Straße Suecia, der im Stadtteil Providencia mit einer großen Anzahl an Restaurants, Pubs und Diskotheken aufwartete, hat sich das Bild heute völlig gewandelt. Ein neues Gastronomie-Viertel ist inzwischen entstanden, nicht weit von Suecia entfernt, in Nueva de Lyon mit Magdalena, zwischen Providencia und Andrés Bello. 17 Restaurants haben hier auf einer Distanz von nur wenigen Fußminuten in der letzten Zeit ihre Pforten geöffnet, und wenn die warmen Sommertage beginnen, dann wird hier zweifellos Betrieb bis in die späten Nachtstunden herrschen!
Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei – vom französischen, viel gelobten «Baco» mit einem Menüpreis um 16.000 Pesos über einen Ableger des italienischen «Rivoli», das bereits seit 25 Jahren existiert (von $ 22.000 bis $ 25.000) bis hin zu spanischer Küche im «El Zurriola», wo konfitierter Schweinebraten und gebackener Ochsenschwanz angeboten werden (Menü hier um $ 15.000). Zu teuer? Wie wäre es mit dem indischen «Taj Café» oder einfach nur mit einen Sandwich im chilenischen «La Superior» oder einer Pizza in «The Pizza Factory»?
Ich habe kürzlich das «Hockenheim» besucht. Wie der Name schon ahnen lässt, hat das Angebot hier deutsche Akzente: 1970 tauchte der Hockenheimring zum ersten Mal im Rennkalender der Formel 1 als Großer Preis von Deutschland auf. Bei der modernen Innenausstattung mit Holz- und Aluminium-Elementen, einer Bar mit Lichteffekten und einer beleuchteten Schautafel der Rennstrecke, stand der bekannte Architekt Mathias Klotz Pate.
Die Speisekarte legt den Akzent auf Sandwiches und Hamburger, aber auch Tartar (unbedingt probieren – 200 Gramm zu $ 7.600), Suppen und leckere Platten (wie die Table Hockenheim, $ 11.990, reicht für zwei!) stehen auf der Karte. Die Drinks sollen hervorragend sein, was ich bisher nicht bestätigen kann, da ich zum Mittagessen einen frisch gepressten Apfelsaft bevorzugte.
Modern und auffallend auch das Geschirr, auf dem die Speisen serviert werden. Den «Hamburger Hockenheim», eine hausgemachte Frikadelle mit Rucula, Basilikum-Mayonnaise, gebackenen Kartoffeln und Brie-Käse, ($ 6.900), habe ich mit viel Mühe fast ganz aufgegessen – ein leckerer Sattmacher.
Wenn dann an lauen Sommerabenden alle Tische auf der Terrasse des «Hockenheim» gefüllt sein werden, ist ein weiterer Schritt zur Konsolidierung dieses neuen Kulturzentrums in Providencia geschafft – denn Gastronomie ist zweifellos ein Kulturgut.

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