Nuria Hartmann: Projektkoordinatorin Konrad-Adenauer-Stiftung

Nuria Hartmann, Projektkoordinatorin an der Konrad-Adenauer-Stiftung in Chile
Nuria Hartmann, Projektkoordinatorin an der Konrad-Adenauer-Stiftung in Chile

 

Die Diplom Regionalwissenschaftlerin für Lateinamerika mit Schwerpunkt VWL-Energiewirtschaft Nuria Hartmann (30, ledig) stammt aus Göttingen. Vor einigen Jahren ist sie nach Chile ausgewandert. Sie arbeitet als Projektkoordinatorin bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Santiago de Chile.

 

Was wollten Sie als Kind werden?
Erst Ballett-Tänzerin (eigentlich nur wegen des rosa Kleids), dann Juristin.

 

Wenn Sie wieder auf die Welt kämen, würden Sie den gleichen Beruf ergreifen?
Wenn «wieder auf die Welt kommen» bedeutet, dass ich schon einmal gelebt habe und meinen Beruf zum zweiten Mal wählen dürfte: Nein, denn ich strebe immer nach beruflichen Herausforderungen und danach, Neues zu lernen. Im gegenteiligen Falle: Ja, denn er macht mir Spaß und birgt viele verschiedene Optionen.

 

Wer war und ist Ihr Vorbild?
In der Grundschule war die große Schwester einer meiner besten Freundinnen mein Vorbild – vielleicht, weil ich selbst keine große Schwester habe. Heute habe ich kein konkretes einzelnes Vorbild – in beruflichen Dingen intelligente und kompetente Frauen wie meine Mutter.

 

Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?
Für eine glückliche Kindheit und für ihr Vertrauen in mich. Insbesondere bin ich meiner Mutter dafür dankbar, dass sie mich immer unterstützt und mir sehr viele Dinge und Erfahrungen ermöglicht hat, ohne die ich heute nicht dort stehen würde, wo ich stehe.

 

Was war Ihr schlechtestes Schulfach?
Anfangs Latein, dann Mathe. Leider waren meine Schulleistungen stark von der pädagogischen Kompetenz des jeweiligen Lehrers abhängig – in Latein bekam ich später einen tollen und motivierenden Lehrer, mit dem ich meine Note sehr verbesserte und es bis zum großen Latinum schaffte – in Mathe war es leider umgekehrt.

 

Was macht Sie glücklich?
Am Strand in der Sonne liegen und das Meer rauschen hören; Schwimmen und Tauchen; Dinge für den Umweltschutz zu tun und es zu schaffen, andere Menschen von dessen Wichtigkeit zu überzeugen.

 

Was macht Ihnen Angst?
Skrupellosigkeit, Tierquäler, das Schmelzen der Pole und die Abholzung des Regenwaldes.

 

Worauf könnten Sie verzichten?
Auf oberflächliche Gespräche, Scheinheiligkeit sowie den Verkehrslärm und volle Busse und U-Bahnen in Santiago.

 

Was ist Ihnen peinlich?
Den Busfahrer in einem vollen Reisebus zu bitten, für eine Toilettenpause anzuhalten – und der aktuelle US-Präsident.

 

Wen beneiden Sie?
Menschen, die ihren Traum und ihre Bestimmung leben und dabei keine Unentschlossenheit spüren.

 

Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?
Zum Beispiel mit Straßenverkäufern zwischen Autoschlangen im Stau.

 

Wen würden Sie gerne einmal treffen?
Elias M´Barek! Und auch mit Barack Obama und Angela Merkel würde ich einen Kaffee nicht ausschlagen.

 

Was würden Sie niemals tun?
Bungee Jumping. Ich habe schon viele verrückte (Extrem-)Sportarten betrieben, aber das steht nicht auf meiner Liste.

 

Was regt Sie auf?
Ungerechtigkeit, Faulheit, fehlende Fahrradwege.

 

Was ertragen Sie mit Humor?
Schlangen in chilenischen Supermärkten – wer vergessen hat, die Kiwis zu wiegen, schlurft mit größter Gelassenheit zurück zur Obstabteilung – und die gesamte Schlange wartet. (Das habe ich mir inzwischen auch schon herausgenommen, daher ertrage ich es nun mit Humor).

 

Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?
Über meine Ungeduld.

 

Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?
Ich bin nach Chile ausgewandert. An einer «Rückwanderung» nach Deutschland könnten mich das gute Wetter mit «Immer-blaue-Himmel-Garantie» sowie mein chilenischer Freund hindern.

 

Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?
Ich würde ein für alle Mal die Plastiktüte verbannen, alle Fahrzeuge durch Elektroautos ersetzen, Fair-Trade-Abkommen schließen, um Armut zu bekämpfen und tausend weitere wichtige Dinge.

 

Was sollten die Chilenen ernster nehmen?

Umweltschutz und die gravierende sozioökonomische Ungleichheit, die in diesem Land herrscht – zur Oecd gehören und Wirtschaftswachstum bedeutet in diesem Kontext nicht, wirklich entwickelt zu sein: Ungleichheit sowie die überall vorzufindenden Straßenhunde sind für mich Indikatoren für fehlende Entwicklung.

 

Welches Buch lesen Sie gerade?

«Im Wald» von Nele Neuhaus – ich liebe Krimis! Von Charlotte Link habe ich bereits alle Krimis gelesen, von Nele Neuhaus fehlen mir noch ein paar.

 

Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Mehrere – am liebsten peruanisch, vor allem Meeresfrüchte, und seit eh und jeh: Frühlingsrolle.

 

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Sport: Schwimmen, Radfahren, Tauchen, Trekking, mich in der Natur aufhalten.

 

Bei welchem Film haben Sie geweint?
Als Kind bei «Titanic», vor kurzem bei «Collateral Beauty».

 

Welchen Männertyp finden Sie anziehend?
Sportliche, intelligente Männer mit Humor.

 

Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen?

Meinem alten Lateinlehrer für seine riesen Motivationsfähigkeit; ansonsten mache ich Komplimente direkt, wenn sie mir in den Sinn kommen.

 

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Dass ich andere Menschen für Umweltschutz sensibilisiert und motiviert habe und eine positive, begeisterungs- und motivationsfähige Person war.

 

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Das, was meine Oma immer zu mir gesagt hat: Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Außerdem sind meine Mottos: Aus Fehlern lernt man, und: No risk, no fun.

 

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