Karla Berndt, Journalistin

Karla Berndt wurde in Glashütte (Sachsen) bei Dresden geboren. Die 57-jährige Deutsche leitet den Bereich Unternehmenskommunikation bei der AHK Chile (Camchal). Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern.

4091_p16_1

1. Was wollten Sie als Kind werden?

Lange Zeit Tierärztin, danach Journalistin

 

2. Wenn Sie wieder auf die Welt kämen, würden Sie den gleichen Beruf ergreifen?

Ja!

 

3. Wer war und ist Ihr Vorbild?

Mein Opa Walter Griessbach, der meine Kindheit geprägt hat. Er hat mir sowohl sein Wissen über die Natur als auch wertvolle Ratschläge für ein erfülltes Leben mitgegeben.

 

4. Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?

Für ihre Liebe und dafür, dass sie mir immer alle Türen geöffnet haben.

 

5. Was war Ihr schlechtestes Schulfach?

Chemie

 

6. Was macht Sie glücklich?

Echte, ehrliche Anerkennung und Zuneigung

 

7. Was macht Ihnen Angst?

Die Oberflächlichkeit und Unehrlichkeit vieler Mitmenschen.

 

8. Worauf könnten Sie verzichten?

Auf Fast Food, Hupkonzerte im Straßenverkehr und die übertriebene Nutzung «intelligenter Telefone».

 

9. Was ist Ihnen peinlich?

Menschen, die sich mit aller Macht in den Mittelpunkt stellen. Selbstbespiegelung löst bei mir «Fremdschämen» aus.

 

10. Wen beneiden Sie?

Beneiden? Niemanden. Aber ich würde gern auf eine beruhigende Rente im Alter hoffen können.

 

11. Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?

Mit Waffen- oder Drogenhändlern.

 

12. Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Angela Merkel

 

13. Was würden Sie niemals tun?

Jemanden (Mensch, Tier oder Pflanze) misshandeln.

 

14. Was regt Sie auf?

In falsche Freundlichkeit verpackter Neid.

 

15. Was ertragen Sie mit Humor?

Das Schnarchen meines Mannes.

 

16. Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?

Meine Ordnungs- und Reinlichkeitswut.

 

17. Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?

Weil ich hier seit 27 Jahren zu Hause bin, meine Arbeit liebe und einen ganz tollen Freundeskreis habe.

 

18. Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?

An einem Tag kann man nicht viel ändern, aber ich wüde ihn als «Tag der Freundlichkeit» deklarieren.

 

19. Was sollten die Chilenen ernster nehmen?

Die Vorausplanung auf lange Sicht, in allen Bereichen!

 

20. Welches Buch lesen Sie gerade?

Einen ganz tollen Thriller von Simon Beckett: «Die Chemie des Todes». Sehr spannend!

 

21. Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Meine deutschen Lieblingsgerichte: Pellkartoffeln mit Dillquark oder mit mariniertem Hering; meine chilenischen: pastel de centolla und erizos al matico.

 

22. Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Viel: lange Gespräche mit meinem Mann führen, mit meinen Töchtern und meinem Enkel in Deutschland skypen, Bikram («Hot») Yoga, kochen, als Mitglied des «Círculo de Cronistas Gastronómicos y del Vino de Chile» Empfehlungen und Kritiken schreiben, mit Freunden treffen und einen guten Wein genießen, mich um meine drei Katzen kümmern, meine Pflanzen pflegen, lesen, Akkordeon spielen, die Kolobris am Futterspender auf unserer Terrasse beobachten.

 

23. Bei welchem Film haben Sie geweint?

«Amour» mit Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva und Isabelle Huppert.

 

24. Welchen Männertyp finden Sie anziehend?

Dunkelhaarig/weißhaarig, mit dunklen Augen und kräftigen, zupackenden Händen. Ein Mann, auf den man sich verlassen kann – wie mein Carlos.

 

25. Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen?

Meinem Mann, der sowohl meine beruflichen als auch privaten Verrücktheiten mit stoischer Ruhe erträgt.

 

26. Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Sie war authentisch, ehrlich und solidarisch.

 

27. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Ein Kind bekommen (ich habe zwei), einen Baum pflanzen (ich hab viele gepflanzt) und ein Buch schreiben (habe ich auch: «Die chilenische Küche», Umschau Verlag Deutschland)

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*