Constanza Dörr Alamos, Opernsängerin

Constanza Dörr wurde vor 36 Jahren in Santiago de Chile geboren. Die Deutsch-Chilenin ist Opernsängerin und hat gerade in der «Parsifal»-Aufführung am Teatro Municipal mitgesungen. Sie ist verheiratet, das Paar hat einen Sohn.

 

  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Ärztin

  1. Wenn Sie wieder auf die Welt kämen, würden Sie den gleichen Beruf ergreifen?

Mmmhhh, ich glaube nicht. Obwohl ich meinen Beruf liebe, würde ich doch einen anderen Beruf wählen, mit dem ich ärmeren Menschen direkt helfen kann. So was wie «Ärzte ohne Grenzen» in einem armen afrikanischen Land

  1. Wer war und ist Ihr Vorbild?

Was Gesang betrifft: Meine Gesangslehrerin Margreet Honig in Amsterdam. Was die Barmherzigkeit betrifft: Teresa von Kalkutta. Für die Verbindung von Kunst und Religion: Johann Sebastian Bach.

  1. Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?

Dass sie mich meinen Weg frei haben wählen lassen.

  1. Was war Ihr schlechtestes Schulfach?

Chemie

  1. Was macht Sie glücklich?

Mit meinem Mann und Sohn die Zeit zu verbringen

  1. Was macht Ihnen Angst?

Dass meiner Familie etwas passieren könnte.

  1. Worauf könnten Sie verzichten?

Umweltverschmutzung

  1. Was ist Ihnen peinlich?

Auffallen zu wollen

  1. Wen beneiden Sie?

Leute, die Zeit zum Lesen haben. Die habe ich momentan leider nicht.

  1. Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?

Mit Menschen, die sich den ganzen Tag mit Finanzen beschäftigen.

  1. Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Gabriel García Márquez und Simon Rattle

  1. Was würden Sie niemals tun?

Drogen nehmen

  1. Was regt Sie auf?

Politischer Fanatismus

  1. Was ertragen Sie mit Humor?

Meine Humorlosigkeit

  1. Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?

Meine Bequemlichkeit

  1. Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?

Meine Familie und das Wetter

  1. Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?

Ich würde die Erziehung verstaatlichen und kostenlos machen. Es kann nicht sein, dass das Gesangsstudium heutzutage 400.000 Pesos pro Monat kostet. Wie werden die Studenten diese Schulden abbezahlen, wenn unser Beruf so unstabil ist und man danach im beruflichen Leben nicht weiß, ob man überhaupt 400.000 als monatliches Gehalt haben wird? (Deshalb gibt es an der Universidad Católica jetzt nur sieben Gesangsstudenten insgesamt. Ich habe in Leipzig mit den besten Pädagogen Gesang studiert und 100 % kostenlos, wir sollten versuchen dieses Modell nachzuahmen).

  1. Was sollten die Chilenen ernster nehmen?

Den Klimawandel

  1. Welches Buch lesen Sie gerade?

«Schwangerschaft Woche für Woche» von Prof. Lesley Regan (natürlich weil ich schwanger bin) und «Der freie Ton» von meiner Gesangslehrerin Margreet Honig.

  1. Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Rinderfilet mit Salat und Kartoffeln

  1. Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Mich mit meinen Mann unterhalten und meinen kleinen Sohn beobachten

  1. Bei welchem Film haben Sie geweint?

Bei sehr vielen, zum Beispiel: «In the name of the father»

  1. Welchen Männertyp finden Sie anziehend?

Große, schlanke Männer, die etwas geheimnisvoll wirken

  1. Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen?

Ricardo Lagos dafür, dass er die FOJI (Fundación de orquestas juveniles e infantiles) gegründet hat.

  1. Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Dass es Spaß mit mir gemacht hat und dass ich niemanden geschadet habe.

  1. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Viel Liebe geben und intensiv leben

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