Seehofer-CSU holt absolute Mehrheit

München (dpa) – Eine Woche vor der Bundestagswahl hat die CSU von Ministerpräsident Horst Seehofer die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag zurückerobert. Die Christsozialen kamen bei der Bayern-Wahl am 15. September nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf knapp 48 Prozent. «Wir sind wieder da», jubelte Seehofer. Die seit fünf Jahren in München mitregierende FDP verpasste allerdings nach einem dramatischen Absturz den Wiedereinzug ins Parlament.

Die CSU legte nach ihrem historischen Absturz vor fünf Jahren (43,4) um gut vier Punkte zu. Gleichwohl ist es das zweitschlechteste Abschneiden der Partei in Bayern seit 51 Jahren. Die im Freistaat seit gut fünf Jahrzehnten oppositionelle SPD mit Spitzenkandidat Christian Ude kam auf 20,6 Prozent – ihr drittschlechtestes Ergebnis in Bayern seit 1946.

Die 2008 nach 14 Jahren Pause in den Landtag zurückgekehrte FDP sackte von 8,0 Prozent dramatisch auf 3,3 Prozent ab und flog damit wieder aus dem Parlament. Die Grünen verloren mit 8,6 Prozent (2008: 9,4) knapp einen Punkt. Die Freien Wähler (FW) mussten nach ihrer ersten Legislaturperiode in einem Landesparlament Einbußen hinnehmen (2008: 10,2), sind aber mit 9,0 Prozent weiter vertreten. Linke und Piratenpartei verpassten den Sprung ins Parlament deutlich. Die eurokritische Alternative für Deutschland, die im Bund antritt, nahm an der Wahl nicht teil.

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