Feierliche Eröffnung in Hamburg
Am Montag hat Hamburg die offizielle Einweihung der EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung gefeiert. Bürgermeister Olaf Scholz und Bundesaußenminister Guido Westerwelle eröffneten die europäische Institution, die die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den Staaten Lateinamerikas und der Karibik fördern.

Eröffneten die EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung: Bürgermeister Olaf Scholz, Stiftungspräsidentin Benita Ferrero-Waldner, Außenminister Guido Westerwelle und der chilenische Botschafter in Deutschland, Jorge O'Ryan Schütz.
Bürgermeister Olaf Scholz sagte zur Eröffnung: «Die strategische Partnerschaft zu Lateinamerika gilt als eines der ehrgeizigsten Vorhaben der europäischen Außenpolitik. Seit Mitte der 90er-Jahre schmiedet die EU eine bi-regionale Partnerschaft mit Lateinamerika und der Karibikregion. Diese Partnerschaft wird jetzt auf eine neue Grundlage gestellt. Ich bin mir sehr sicher, dass die Europäische Union von Hamburg aus ihre Verbindung nach Ibero-Amerika hervorragend ausbauen kann. Und das soll natürlich nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturelle Verbindung sein. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das gegenseitige Verständnis zwischen Europa und Lateinamerika zu stärken.»
Zur Eröffnung kam auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle ins Hamburger Rathaus. Er dankte der Stiftungs-Vorsitzenden Dr. Benita Ferrero-Waldner und würdigte die Zusammenarbeit zwischen Lateinamerika und Europa. «Die EU-Lateinamerika/Karibik-Stiftung wird den Beziehungen zwischen unseren beiden Regionen eine neue Dynamik verleihen. Sie wird als Katalysator für gemeinsame Strategien und gemeinsames Handeln dienen und die Partnerschaft zwischen Europa und Lateinamerika auf allen Ebenen intensivieren.»
Im Januar hatten die lateinamerikanischen und karibischen Länder und der Rat der Hohen Beamten der Europäischen Union beschlossen, dass Hamburg Sitz der neuen Stiftung sein soll. Auch Paris und Mailand hatten sich laut Senat beworben. «Doch am Ende konnte Hamburg überzeugen mit seiner langen Tradition in den Beziehungen zu Ibero-Amerika», sagte Scholz weiter. Ein weiterer Grund sei die zentrale Lage der Hansestadt in Europa. Scholz hob zudem die kulturelle Verbundenheit hervor. In Hamburg würden etwa 15.000 Bürger mit hispanischen Wurzeln leben. Die Hansestadt möchte mit dem Stiftungssitz ihre traditionell guten Beziehungen ausbauen. Insgesamt umfasst die Stiftung 27 Staaten Europas und 33 Länder in Lateinamerika und der Karibik.
Quelle: www.hamburg.de und Hamburger Abendblatt







