Deutschland und Cepal fördern regionale Kooperation

Nachhaltiger Bergbau in den Andenländern

Deutschland Cepal Vertrag
Der deutsche Botschafter Rolf Schulze mit der Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen, Alicia Bárcena. Foto: Botschaft Santiago

 

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Rolf Schulze, und die Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) Alicia Bárcena, unterzeichneten vor Kurzem zwei Abkommen.

Es handelt sich hierbei um die gemeinsamen Vorhaben «Unterstützung bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik» und «Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern».

Für das Programm zum nachhaltigen Bergbau stellt die deutsche Bundesregierung 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sind mit der Durchführung und dem Finanzmittelmanagement beauftragt.

Durch diese Vereinbarung wird ein Programm für nachhaltigen Bergbau in der Andenregion verlängert, das im September 2016 ausgelaufen war und ebenfalls vom BGR, GIZ und CEPAL umgesetzt wurde.

Das auf zwei Jahre angelegte Programm «Unterstützung bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik» hat es zum Ziel, dass die Länder dieser Region Elemente der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in ihre nationalen Strategien und Aktionspläne integrieren.

Während der Unterzeichnung der Verbalnoten, die in den Räumlichkeiten der deutschen Botschaft in Santiago de Chile stattfand, unterstrichen der deutsche Botschafter Rolf Schulze und die Exekutivsekretärin der Regionalorganisation, Alicia Bárcena, die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit. «Die Rolle Lateinamerikas und der Karibik wird im internationalen Kontext immer bedeutender. Die deutsche Regierung legt deshalb großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Ländern dieser Region. Die Cepal ist ein strategischer Partner bei dieser Aufgabe», betonte der Botschafter.

«Mit dieser Allianz macht sich die Cepal das Know-how Deutschlands in verschiedenen Bereichen zu Nutzen. Deutschland hingegen kann seine bilateralen Projekte mit verschiedenen lateinamerikanischen Ländern durch die Zusammenarbeit mit der Cepal – deren Mitglied es seit 2005 ist – ergänzen», hob ihrerseits Alicia Bárcena hervor.

Das Vorhaben «Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern» hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird in Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru durchgeführt. Das Projekt beinhaltet Aktivitäten mit Bergbau- und Umweltbehörden, Vertretern der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft, um Erfahrungen auszutauschen und öffentlich-private Initiativen auf diesem Gebiet zu fördern.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die BGR und die GIZ mit der Durchführung beauftragt; die Cepal ist der regionale Counterpart.

Das Programm hatte während seiner vorherigen Laufzeit schon wichtige Erfolge zu vermelden, wie zum Beispiel das Mitwirken bei der Ausgestaltung von Umweltpolitik in verschiedenen Ländern der Region wie Ecuador, Guatemala und Kolumbien; die Beratung verschiedener Regierungen beim Entwurf von inklusiver Sozialpolitik sowie Strategien zur Anpassung an den Klimawandel in Chile und Peru und der Schutz von Urwäldern in Brasilien.

Die Cepal und die Bundesrepublik Deutschland kooperieren seit den 1970er Jahren erfolgreich miteinander. Alicia Bárcena munterte die deutschen Institutionen dazu auf, an der ersten Sitzung des Forums für Nachhaltige Entwicklung in den lateinamerikanischen und karibischen Staaten teilzunehmen, das vom 26. bis zum 28.April in Mexiko-Stadt stattfindet.

Botschafter Rolf Schulze seinerseits übermittelte der Exekutivsekretärin der Cepal die Einladung des Auswärtigen Amts zur regionalen Botschafterkonferenz  am 23. Mai in Kolumbien, bei der die deutschen Botschafter die in lateinamerikanischen Ländern akkreditiert sind anwesend sein werden.

 

Quelle: Cepal/ Botschaft Santiago

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