Bierbrunnen und Merkel-Besuch: Feier zu 500 Jahre Reinheitsgebot

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Ingolstadt (dpa) – Bierbrunnen, Kabarett und Kanzlerin – mit einer Reihe von Veranstaltungen wird in gut zwei Wochen das 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebotes an seinem Ursprungsort Ingolstadt gefeiert. Zum zentralen Festakt der Branche am 22. April kommt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist nach Auskunft der Staatskanzlei wegen eines wichtigen politischen Termins verhindert. Für ihn spricht seine Stellvertreterin, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), wie es bei der Bekanntgabe des Programmes am Mittwoch hieß.

Am 23. April wollen die Brauer nach einem Festumzug feierlich ihren Schwur auf das Reinheitsgebot erneuern. Zudem wird es einen Bierbrunnen geben, aus dem zu bestimmten Zeiten auch tatsächlich Bier fließen wird. Das älteste heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt wurde vor 500 Jahren in Ingolstadt verkündet. Demnach dürfen zum Bierbrauen nur Wasser, Hopfen und Malz verwendet werden.

Zwar trinken die Deutschen weniger Bier, doch die Zahl der Brauereien wächst. Denn es gibt mehr Gasthausbrauereien und kleinere Spezialhersteller etwa von Craft-Bier, wie der Deutsche Brauer-Bund vor Kurzem in Berlin mitteilte.

In ganz Deutschland gibt es 1.388 Brauereien, 107 mehr als noch vor zehn Jahren, gab der Verband Zahlen des Statistischen Bundesamts wieder. «Nie zuvor hatten die Verbraucher eine so große Auswahl wie heute», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele.

Inzwischen sei jeder zweite Betrieb eine sogenannte Mikrobrauerei mit einem Jahresausstoß von höchstens 1.000 Hektolitern, hieß es beim Brauer-Bund. Die meisten Brauereien gibt es nach wie vor im Bundesland Bayern, wo knapp jeder zweite Betrieb sitzt.

Der Bier-Absatz in Deutschland war im vergangenen Jahr mit 79,5 Millionen Hektolitern so gering wie nie. Dank des wachsenden Exports konnten die Brauer aber ihre Produktion bei insgesamt 95,7 Millionen Hektolitern halten.

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