Welttag des Buches: Und was lesen Sie?

An diesem Samstag, den 23. April, ist es wieder so weit: Weltweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am Unesco-Welttag des Buches ein großes Lesefest. Der Cóndor fragte: Was lesen Sie?

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Denise Klocker,Veranstaltungen und Alumniverein der DS Santiago

«Im Moment lese ich «Hacia los Mares de la Libertad» von Sara Lark, denn es ist das erste Buch einer dreiteiligen spannenden Familiensage über Irländer, die in Neuseeland leben. Romane und Bücher über wahre Geschichten sind meine Lieblingsbücher. Meine Lieblingsschriftsteller sind Sara Lark und Barbara Wood.»

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Alexander Schultheis, Bibliotheksleiter am Goethe-Institut Chile

«Im Moment habe ich leider nicht so viel Zeit zum Lesen. Doch anlässlich des bevorstehen Lutherjahres 2017 habe ich mir das Sachbuch «Cranach, Luther und die Bildnisse» in den Sommerferien gekauft  und kann es nur empfehlen. Mir war nicht so bewusst, dass Martin Luther und Cranach so eng befreundet waren und Cranach der Maler Luthers Reformation war. Mein Lieblingsbuch ist «Das fliegende Klassenzimmer» von Erich Kästner.»

Valentina Rojas, Journalistin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Atlas Copco
Valentina Rojas, Journalistin und Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Atlas Copco

«Ich habe vor Kurzem «Die Blechtrommel» von Günter Grass zu Ende gelesen. Das Buch hat mir mein deutscher Ehemann geschenkt.
In meiner Studentenzeit habe ich «Der Steppenwolf» und «Siddhartha» von Hermann Hesse gelesen. Die Bücher faszinieren mich aufgrund ihrer Spiritualität. Außerdem mag ich Werke von Alejo Carpentier.»

Millaray Lagos (42) Speditionskauffrau, Comercial Didaktik der Corpeduff
Millaray Lagos,
Speditionskauffrau, Comercial Didaktik der Corpeduff

«Ich lese derzeit «Die Säulen der Erde von Ken Follet»; das Buch wurde mir von meiner Schwägerin aus Europa als Lektüre empfohlen, ich bin ganz begeistert!
Mein Lieblingsbuch ist «La Isla bajo el mar» von Isabel Allende. Diese Schriftstellerin fasziniert mich, weil sie einen so gut in die Situation hineinversetzen kann.»

Karla Berndt (59) Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Camchal
Karla Berndt, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Camchal

«Meistens lese ich mehrere Bücher parallel, je nach dem, wie ich grade gestimmt bin. Im Moment liegen auf meinem Nachttisch «Detrás del Muro» von Roberto Ampuero, der sich in diesem Buch an seine Exilzeit in der ehemaligen DDR erinnert; das «Silmarillion» von J. R. R. Tolkien, ein faszinierendes Kompendium der Geschichte Mittelerdes («Herr der Ringe»), und der Krimi «Rassenwahn» von Jörg S. Gustmann, ein Gegenwartsthriller mit historischem Bezug zu den Lebensbornheimen der SS. Außerdem besitze ich eine umfangreiche Bibliothek deutscher Bücher, darunter viele, die ich immer wieder lesen kann, wie zum Beispiel die 27 Romane von Johannes Mario Simmel.
Dazu noch eine Anekdote: In der DDR, in der ich aufgewachsen bin, gab es die Bücher von Simmel nicht. Als ich an der Uni Journalismus studierte, borgte mir eine Freundin den Band «Es muss nicht immer Kaviar sein», ausgerechnet am Vortag einer Prüfung in Pressegeschichte. Statt den Stoff nochmals zu wiederholen, las ich das Buch – und war morgens Früh um 5 damit fertig (die Prüfung habe ich nicht bestanden und musste sie später wiederholen).
Als die Mauer fiel, lebte ich schon in Chile. Danach gab es die Romane Simmels in Deutschland zu kaufen, und meine Eltern schickten mir immer die neuesten Ausgaben – bis sie im Jahr 1993 nach Chile übersiedelten. Ich schrieb einen persönlichen Brief an Simmel und schilderte ihm das Dilemma: Wie sollte ich nun in Chile an seine Werke kommen?
Zu meiner Überraschung beantwortete er meine Post persönlich und ließ mir bis zu seinem Tod im Jahr 2009 all seine weiteren Romane zuschicken, darunter «Träum den unmöglichen Traum» mit Widmung.»

Hilde Krumbach (58) Deutschlehrerin an der Deutschen Schule Temuco
Hilde Krumbach, Deutschlehrerin an der Deutschen Schule Temuco

«Ich lese gerade «La música para Clara», von Elizabeth Subercasseaux. Es war ein Geburtstagsgeschenk. Bei mir liegt aber immer ein Buch (oder mehrere) auf dem Nachttisch. Besonders in den Ferien, wo ich mir vornehme, sowohl auf Spanisch als auch auf Deutsch Bücher zu lesen. Dafür ist unsere Schulbibliothek von großer Hilfe, da Bücher in Chile leider ziemlich teuer sind. Lesen entspannt mich, wie manch anderen kochen, malen oder stricken. Man kann unheimlich viel lernen und wer sich für Sprachen interessiert, sollte auf jeden Fall ein guter Freund von Büchern sein.»

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