Rekordansturm zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro (dpa) – Die Flughäfen in Rio bereiten sich für den Weltjugendtag mit Papst Franziskus auf einen Rekordansturm vor. Täglich werden vom 23. bis 28. Juli in Durchschnitt bis zu 70.000 Passagiere am Internationalen Flughafen Galeão und dem Stadt-Airport Santos Dumont erwartet. Am 29. Juli, dem Tag nach der Abschlussmesse, rechnet die brasilianische Flughafenbehörde Infraero sogar mit bis zu 100.000 Passagieren.

An beiden Flughäfen sei das Personal zur Abfertigung und Reinigung verstärkt worden. «Es wäre keine Überraschung, wenn es am 29. Juli 100.000 Passagiere würden. Das hätte es zwar noch nie gegeben, aber die Flughäfen sind vorbereitet», betonte Infraero-Chef Gustavo Vale am Dienstag. Zum Weltjugendtag werden etwa zwei Millionen junge katholische Pilger in der Stadt am Zuckerhut erwartet. Papst Franziskus kommt bereits am 22. Juli in Rio an.

Auch an Rios Copacabana-Strand laufen die Vorbereitungen für den Besuch von Papst Franziskus auf Hochtouren. An dem Strandboulevard Avenida Atlântica wird derzeit eine riesige Gerüstbühne montiert. Dort wollen die Besucher des Weltjugendtages das Oberhaupt der Katholischen Kirche am 25. Juli willkommen heißen. An der Copacabana ist auch ein gemeinsamer Kreuzweg mit Papst Franziskus und den Teilnehmern des Weltjugendtags geplant.

Aus Deutschland werden sich nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) von Dienstag rund 2.000 Jugendliche auf den Weg nach Rio machen. «Ich bin überzeugt davon, dass der Weltjugendtag in Brasilien, mit einem Papst aus Lateinamerika, ein sichtbares Zeichen setzen wird für Solidarität und Gerechtigkeit in der Welt», erklärte der Vorsitzende der DBK-Jugendkommission, Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Die meisten ausländischen Pilgern dürften wohl aus Argentinien, dem Heimatland des Papstes, kommen. Bis zu 50.000 junge Argentinier werden nach Medienberichten in Rio erwartet.

Unterdessen hat die Polizei bei einem Großschlag gegen Drogengangs mindestens 30 Menschen in einer Armensiedlung festgenommen. Für den «Bewaffneter Frieden» genannten Einsatz am vergangenen Wochenende in der Favela Rocinha lagen der Polizei zufolge 58 Gerichtsbeschlüsse vor. 21 Personen wurden per Haftbefehl abgeführt, neun weitere bei Delikten direkt erwischt.

Die Polizei geht davon aus, dass sich rund 90 Drogenhändler weiter in Rocinha aufhalten, der mit über 70.000 Einwohnern größten Favela der Sechs-Millionen-Stadt Rio. Papst Franziskus will während seines Besuches zum Weltjugendtag ebenfalls eine Favela in der Stadt am Zuckerhut besuchen.

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