Zu Herz gehende Geschichten

Pochen, schmelzen, klopfen, verlieren, zerbrechen: Warum muss der Akt der Liebe immer mit Schmerz verknüpft sein? Und warum fällt dabei dem Herzen für den Liebeskummer immer die Rolle des Vehikels zu? Doch nicht nur, weil Herz und Schmerz sich reimt.

Und wer oder was sticht uns ins Herz? Haben wir dann ein wundes Herz? Wie schnell heilt das wieder? Sollten wir unser Herz in der Hand tragen oder lieber nicht? Verlieren wir es dann schneller? Und wann finden wir es wieder? Wenn wir es verschenken? Sollten wir es lieber ganz loswerden?

Ein Abend rund um den wichtigsten Muskel. Um das Zentrum und über all die schrecklichen und wunderbaren Dinge, die wir fühlen und zu fühlen glauben.

Unsere Figuren A, B, C, D und E bewegen sich in einer realen Welt und ringen um Aufmerksamkeit, Sinn, Liebe und mehr noch um einen Platz in der Welt und das Verständnis des eigenen, reichlich durchgerüttelten und instabilen Ichs. In einer von Trends und Coolness geprägten Konsumgesellschaft suchen sie Halt und Identität in allem, was greifbar ist, möglichst ohne sich allzu schmerz -und ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Es wird mit Ich-definierenden Merkmalen geprotzt, aber es ist ihnen nicht möglich, sich wirklich aus ihrem Ego-Schutzraum befreien zu können.

Zwei Autorinnen haben wir mit der Kurzgeschichte «Wie ich endlich mein Herz verlor» von Doris Lessing und den Szenen «Mechanische Tiere» von Rebekka Kricheldorf zusammengeführt und ein Stück ihrer Gedankenwelt ineinander verwoben. Wir zeigen in diesem sprachlich kontrastierenden Problemkarussell komische, absurde und berührende Momente, die mit Ernst oder mit einem Augenzwinkern Wiedererkennungsmöglichkeiten zulassen.

Es spielen ehemalige Schüler der Deutschen Schule unter der Regie von Monika von Moldoványi de Goyeneche und der musikalischen Leitung von Pablo Aranda: Thomas Akel, Marco Briosa, Rahel Gysel, Caroline Sielfeld, Fernanda Wammes und Christine Zwanzger; am Cello Isidora Edwards.

 

Vorstellungen am Mittwoch, den 4. September, und Donnerstag, den 5. September, um 20 Uhr, im kleinen Theatersaal der Abteilung Vitacura, Avenida Kennedy 6150, Vitacura; sowie am Sonntag, den 29.September, um 19 Uhr, im Salón de Eventos Club Manquehue, Vitacura 5841, Vitacura.

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