Wieder ein Stück zur Geschichte von Carl Anwandter

Die Ausstellung zu Carl Anwandter in der Stadt Calau ist erneut ein Stück gewachsen. Im Haus der Heimatgeschichte in Calau, seiner früheren Wirkungsstätte vor der Auswanderung nach Chile, konnte jetzt weitere Tafel für den Zeitstrahl fertig gestellt und zum Stadtfest erstmals gezeigt werden.

Das Interesse der Calauer und Besuchern aus der Umgebung an der Carl-Anwandter-Ausstellung in Calau ist ungebrochen, zumal Erika Förster (r.) zum Stadtfest eine neue Wandtafel für den Zeitstrahl vorstellen konnte.

«Ich freue mich, dass unsere Anwandter-Ausstellung weiter wächst. Auch an der nächsten Tafel wird schon gearbeitet. Hier helfen sogar Schüler und Lehrer aus Valdivia mit, die im Februar Calau besucht haben», sagt Erika Förster von Freundeskreis Calau-Valdivia und Mitinitiatorin der Ausstellung.

Die neue Tafel im Zeitstrahl beinhaltet vor allem die schwere Zeit nach der Ankunft im Jahr 1851, den Landkauf auf der Insel Teja sowie den Aufbau der Apotheke und der Brauerei, die ihm und seiner Familie eine wirtschaftliche Existenz ermöglichten.

Durch neue Kontakte nach Valdivia gelang es den Calauer Museumsfreunden auch historisches Bildmaterial in Kopie aus dieser Zeit zu bekommen. Dabei half unter anderem Claus Hellemann mit, der als Lehrer am Institut Alemán Carlos Anwandter in Valdivia unterrichtete, im Schulbeirat mitarbeitete und die Schulchronik seiner Schule in zwei Sprachen verfasste. «Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung und freuen uns schon auf den nächsten Besuch aus dem Andenland», erklärt Erika Förster.

Besuch gab es auch zum Stadtfest reichlich und das Interesse der Calauer sowie Gästen aus der Umgebung wächst zusehends. Gearbeitet wird derzeit noch an Themen wie der großen Brauerei, der Vereine, in denen Carl Anwandter aktiv war, an der Gründung der Feuerwehr in Valdivia, die er maßgeblich voranbrachte, sowie der weitere Werdegang seiner Kinder. «Damit können unseren Gästen und Besuchern den Lebensweg Carl Anwandters in Chile noch besser vermitteln», beschreibt Erika Förster die Entwicklung der Ausstellung. Die nächste Tafel soll spätestens zum Weihnachtsmarkt angebracht sein.

 

Von Stephan Uhlig

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