Studienreise von Bergbau-Experten

Mit dem Ziel, den wissenschaftlichen und technologischen Austausch im Bereich Bergbau und mineralische Rohstoffe zwischen Chile und Deutschland zu stärken, fand vor Kurzem eine Studienreise des Magisterstudiengangs Bergbaumanagement der Escuela de Negocios Mineros der Universidad Católica del Norte, Antofagasta, nach Deutschland statt.

Besuch der Delegation bei der Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH; Foto: Claudia Jänecke, Magdeburg
Besuch der Delegation bei der Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH; Foto: Claudia Jänecke, Magdeburg

Die Delegation bestand aus 14 Ingenieurinnen und Ingenieuren, einige von ihnen in Führungspositionen bei Bergbauunternehmen in Nordchile. «Die Universidad Católica del Norte hat sich zu einer bedeutenden akademischen Einrichtung auf dem Gebiet der Ausbildung von Experten ersten Ranges für den chilenischen und internationalen Bergbau entwickelt», betonte Dr. Oscar Benavente, DirektorderEscuela de Negocios und Leiter der die Delegation. Mit dem Entwurf des Programms und der Organisation der Reise wurde Icon Chile Consultores beauftragt. Die Firma wiederum wurde dabei von der TU Bergakademie Freiberg unterstützt.

Das Programm hatte seinen Auftakt in Berlin, wo zunächst die chilenische Botschaftbesucht wurde. Weiter ging es zur Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, zur Deutschen Rohstoffagentur und zum Umweltforschungszentrum der Helmholtz Gesellschaft in Leipzig.

Wichtiger Bestanteil der Reise waren die Besichtigungen und Fachdiskussionen bei deutschen Zulieferern von Maschinen und Ausrüstungen des chilenischen Bergbaus, wie der Takraf in Lauchhammer, Sachsen, und derMagdeburger Förderanlagen und Baumaschinen.

Auf großes Interesse stießen der Einsatz der modernsten Gasturbinen der Welt (Siemens) beim Gasturbinen-Heizkraftwerk von den Dresdner Stadtwerken und der Herstellung von Solarpanels bei der Deutschen Solar AG in Freiberg in Sachsen.

Höhepunkt waren aber auch die Aktivitäten an der TU Bergakademie Freiberg, der ältesten Bergbau-Hochschule der Welt,mit der die Universidad Católica Del Norte in Antofagasta intensive Kooperationsbeziehungen unterhält.

Die Besichtigung der weltbekannten mineralogischen Sammlung «terra mineralia» im Schloss Freudenstein wurde ergänzt durch Fachvorträge in der Bergakademie Freiberg.

Die Studienreise, so die Teilnehmer, sei eine einmalige Erfahrung gewesen, die ihre Kenntnisse über Deutschland in wichtigen Bereichen erweitert habe. Dr. Benaventeist zuversichtlich, dass diese Erfahrung in den kommenden Jahren wiederholtwerden kann, um die deutsch-chilenische Kooperation im Bergbausektor weiter auszubauen.

 

Dr. Carlos R. Barrenechea

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