Argentinisch-chilenischer Studentenaustausch am Insalco

«Wir nehmen unglaublich viel mit»

Das Insalco erhielt Besuch aus Buenos Aires: 28 Studierende des Berufsbildungszentrums zu Gast in Santiago
Das Insalco erhielt Besuch aus Buenos Aires: 28 Studierende des Berufsbildungszentrums zu Gast in Santiago

 

Das Instituto Superior Alemán de Comercio (Insalco) war dieses Jahr der Gastgeber: Zum Austauschbesuch 2018 des Intercambio Argentino-Chileno kamen 28 Studenten und zwei Lehrer des Berufsbildungszentrums (BBZ) der Deutschen Schule Instituto Ballester aus Buenos Aires angereist.

 

Von Thomas Mittelstrass
Rektor Insalco

Das BBZ ist ebenso wie das Insalco eine Berufsschule nach deutschem Vorbild, in der eine berufliche Ausbildung analog zum Dualen Ausbildungssystem (Formación Dual) angeboten wird. Seit vielen Jahren bereits arbeiten die beiden Institutionen über die Anden hinweg zusammen, gestalten gemeinsam Projekte und besuchen sich im jährlichen Wechsel gegenseitig.

Präsentation in der Deutschen Schule Santiago
Präsentation in der Deutschen Schule Santiago

Im Zentrum der diesjährigen Studienreise stand das Projekt «Spielerisch und kinderleicht erklärt: El Comercio y la Economía: el pan de cada día». In arbeitsteiligen Gruppen wurden dabei zunächst wichtige Themen aus der Welt der Wirtschaft von argentinisch-chilenischen Studententeams aufgearbeitet und zwar im interkulturellen, sprich argentinisch-chilenisch-deutschen Vergleich. Die tags darauf folgende Präsentationsphase war dann für alle etwas Besonderes, bestand doch das Publikum aus Schülern der 5. und 6. Klassen der Primaria der Deutschen Schule Santiago, denen die Ergebnisse während einer Unterrichtsstunde kindgerecht präsentiert werden sollten.

Interkulturelles, schulübergreifendes Projekt

«Die Studenten mussten in die Rolle der Lehrer schlüpfen. Das war für sie eine besondere Erfahrung. Und natürlich mussten sie vorher die Themen wirklich gut durchdringen», so Sandra Rodriguez, Lehrerin am Insalco. Sie hatte die Idee zu diesem interkulturellen und schulartübergreifenden Projekt. «Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Alle Studenten haben sich eingebracht, die Primariaschüler waren total happy.» Auch Matthias Gaede, begleitender Lehrer des BBZ Buenos Aires, zeigte sich begeistert.

Auf der Aussichtsplattform Sky Costanera
Auf der Aussichtsplattform Sky Costanera

Außergewöhnlich war der Rest der Woche, die den Gästen einen umfassenden Blick auf das Gastgeberland ermöglichte. Dabei standen unter anderem Vorträge auf dem Programm, welche die Vielseitigkeit Chiles zeigen und einen tieferen Einblick in die wirtschaftliche Struktur des exportstärksten Land Südamerikas geben konnten. Mit von der Partie waren namhafte Referenten wie Dr. Steffen Mieske, Leiter des Paranal Science Operations European Southern Observatory (ESO), Natalia Arcos, Leiterin des ProChile Außenhandelsförderungsbüros, sowie Alexander Leibbrandt von Codelco, ehemaliger Verkaufsleiter des größten Kupferproduzenten der Welt.

Exkursion in den Cajón del Maipo

Doch wurde nicht nur die Schulbank gedrückt, die Studenten mussten sich auch körperlich bewegen. So etwa während der Exkursion zum Cajon del Maipo, einem Besuch des Kraftwerks Central Hidroeléctrica Guayacán oder einer interaktiven Stadtführung durch Santiago, die von Carolin Böll und Tanja Günzelmann, den aktuellen Praktikantinnen am Insalco, konzipiert und geleitet wurde. «Jetzt kennen auch wir Santiago wirklich bestens», so die beiden unisono. Auch Gaede zeigte sich von der Stadt begeistert: «Unglaublich, wie vielfältig Santiago ist. Du stehst eben noch auf dem Sky Costanera und bist kurze Zeit später schon in der Natur auf einer Wanderung oder auf der Skipiste. Wahnsinn!»

Im kommenden Jahr wird das BBZ in Buenos Aires die Gastgeberrolle übernehmen und den Austausch weiterführen. «Wir nehmen unglaublich viel mit aus dieser Woche! Und wir freuen uns natürlich schon, wenn wir uns 2019 revanchieren dürfen», so Gaede. Christian Preuss, der Geschäftsführer des Insalco, fasst abschließend zusammen: «Es war schön, die argentinischen Studenten bei uns zu haben. Freundschaft lebt durch Begegnung und die Pflege der Beziehung. Genau das ist auch ein besonders Anliegen unseres Intercambio.»

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