Deutsch spielend lernen

Spiele-Seminar am Goethe Institut in Santiago

Spiele und Unterricht: Ein Dutzend Lehrer nahmen am Workshop «Spielerisch Deutsch lernen» der Bibliothek des Goethe-Instituts teil.
Spiele und Unterricht: Ein Dutzend Lehrer nahmen am Workshop «Spielerisch Deutsch lernen» der Bibliothek des Goethe-Instituts teil.

 

Von Ann-Catrin Feige

Viele neue Gesichter sahen sich in einem Kreis in einem Raum des Goethe Instituts in der Hauptstadt Chiles an, jeder sollte sich vorstellen. Unter den Teilnehmern befanden sich langjährige Lehrer oder solche, die es werden wollten oder Freiwillige, die ein freiwilliges soziales Jahr in Chile absolvieren. Bibliotheksleiter Alexander Schultheis erläuterte die Verbindung von Spielen und Bibliothek, die sehr wichtig ist, um wieder alle Generationen in die Bibliothek zu locken.

«Wie bekommt man Kinder in die Bibliotheken?», fragte Alexander Schultheis und erklärte danach, wie er die Messe «games.com» in Deutschland besucht und sich dort zusammen mit 300.000 anderen Menschen den gigantischen Markt der Videospiele angeguckt hatte. Aus diesem riesigen Fundus schöpfte er neue Ideen für sein Bibliotheksangebot. So bietet diese Einrichtung nun eine bunte Mischung für Jung und Alt an.

Zur Auswahl stehen Spiele für Kinder und Jugendlich bis 12 Jahre, darunter für den Computer als auch Brett-, Bewegungs- und Rhythmusspiele. Diese durften wir dann bald selber ausprobieren –es hat eine Menge Spaß gemacht. Wir haben uns teilweise zurückversetzt in unsere Kindheit gefühlt und begeistert gespielt. Dabei haben wir natürlich nie den Aspekt des Deutschlernens vernachlässigt und waren immer darauf bedacht, was die jungen Deutschlerner bei welchem Spiel lernen.

Wir selber haben im Laufe des Seminars mit der Sozial- und Bewegungstherapeutin Gabriele Tegethoff viele interessante und einfach in den Deutschunterricht selbst zu integrierende Spiele nachgemacht. So konnten wir uns besser vorstellen, wie man das mit den Schülern dann in der Praxis umsetzt. Uns wurde zudem der theoretische Hintergrund vermittelt.

Alle waren sich am Ende des dreistündigen Kurses einig, dass sie das gern noch einmal erleben und ein gewisses Thema tiefer besprechen wollen. Zum Beispiel wie man mit großen Klassen und wenig Platz trotzdem gut spielen kann. Ein großes Dankeschön an Gaby und Alexander, die das Seminar spitze geleitet haben. Wir würden uns über eine Wiederholung freuen.

 

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