Seminar zum Thema Bildung ein voller Erfolg

Fast 250 Personen nahmen an dem Treffen «Lernen für die Zukunft» teil, das am 6. Mai in der Sporthalle der Abteilung Vitacura der Deutschen Schule Santiago abgehalten wurde.

Dr. Markus Stobrawe neu
Dr. Markus Stobrawe

Lehrer, Eltern, Vertreter der deutsch-chilenischen Institutionen, Mitglieder der Schul- und Universitätsgemeinschaft sowie weiterer Bildungseinrichtungen waren bei der ersten Zusammenkunft dieser Art vertreten.
Die Idee für das Treffen stammte vom neuen Leiter der Deutschen Schule Santiago, Dr. Markus Stobrawe, sowie dem Vorstand der DS und sollte als Ort des Austauschs und der Reflexion zum großen Thema Rückmeldesystem im Lernprozess dienen.
Im Anschluss an die Begrüßungsrede des Vorstandsvorsitzenden, Klaus Grodeke, folgte der Vortrag des Leiters der Stiftung CASERTA, Camilo Herrera, der die Teilnehmer dazu aufrief, Bildung neu zu gestalten – denn der Wandel der Gesellschaft macht sich auch bei den Kindern bemerkbar. Heutzutage seien Schüler keine Wesen mehr, die man „erleuchten“ müsse. Denn, so sagte der Erziehungsexperte und Coach weiter: „Wir befinden uns im Zeitalter von Google, der Fernbedienung, dem unbegrenzten Zugang zu Information, unterschiedlicher Familienkonstellationen und der Einelternfamilie“. Sein Fazit: «In Anbetracht des Paradigmenwechsels müsse das Thema Bildung neu überdacht werden.»
Die Spanischlehrerin der Deutschen Schule Santiago und Expertin auf dem Gebiet der Leistungsrückmeldung, Virginia Campos, sprach über die Erfahrung, die man in der Schule mit diesem Thema gemacht hat. Zu Beginn ihres Vortrages stellte sie die Frage «Wo stehen wir?». Dies ist auch die Kernfrage bei der Leistungsrückmeldung.
Was ihrer Meinung nach auf keinen Fall passieren sollte, ist, dass die Schüler nicht wissen, warum sie durchgefallen sind oder der Lehrer erst am Ende des Schuljahres bemerkt, dass die Schüler nichts verstanden haben. Der Prozess der Leistungsrückmeldung besteht aus Planung, einem konstruktiven Feedback sowie einer kontinuierlichen Überprüfung der Lernerfolge. Gegen Ende berichteten sowohl Schüler als auch Lehrer von ihren Erfahrungen.
Paula Manríquez, die Leiterin der Bachelor-Studiengänge der Universidad de Talca, hielt den Abschlussvortrag, in dem es um die Leistungsrückmeldung an Universitäten ging. Die Arbeit der Dozenten bestehe darin, den Studenten die eigenen Augen zu „leihen“ und ihnen so einen Blick auf die Realität zu gewähren. Darüber hinaus sprach sie über die verschiedenen Arten von Dozenten und Verhaltensweisen, die das Lernen erschweren: richtende Dozenten, die nicht zuhören, keine Fragen stellen, ein negatives Verhalten an den Tag legen, abwesend sind, oder jene, die zu freundschaftlich sind.
In seinen Abschlussworten bedankte sich der Schulleiter, Dr. Markus Stobrawe, bei den Teilnehmern des Seminars und äußerte den ausdrücklichen Wunsch, weitere Veranstaltungen dieser Art durchzuführen.

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*