Schweizer Club Santiago: Alte Traditionen in neuem Glanz

Modernisierung, neue Geschäfte, größeres Kulturprogramm

Gemütliche Atmosphäre im Schweizer Club: Das Restaurant bietet auch typisch schweizerische Spezialitäten wie Käse-Fondue an.
Gemütliche Atmosphäre im Schweizer Club: Das Restaurant bietet auch typisch schweizerische Spezialitäten wie Käse-Fondue an.

 

Seit vergangenem Jahr hat sich der Club Suizo in Santiago de Chile, dessen Anfänge auf das Jahr 1886 datieren, einer erstaunlichen Verjüngungskur unterzogen.

 

Von Arne Dettmann

Sichtbarstes Aushängeschild dieser Erneuerung ist die Fassade in der Straße Dublé Almeyda 2191 im Santiaguiner Stadtteil Ñuñoa: Nach einer Renovierung erstrahlt hier das Café-Restaurant Club Suizo unter einem typisch schweizerischen Dachgiebel in neuem Glanz. Cóndor-Journalistin Karla Berndt besuchte die Gaststätte bereits im vergangenen Jahr und befand: «Fast wie auf der Alm». Restaurant-Leiter Juan Pablo Moscoso bietet auf der Speisekarte nicht nur Käsefondue an, sondern lässt über den Wandschmuck aus Gemsen, Hirschen sowie alten Fotos eine gemütliche Atmosphäre aufkommen.

Das Café-Restaurant Club Suizo im Santiaguiner Stadtteil Ñuñoa, Straße Dublé Almeyda 2191. Hier ist der Schweizer Club beheimatet.
Das Café-Restaurant Club Suizo im Santiaguiner Stadtteil Ñuñoa, Straße Dublé Almeyda 2191. Hier ist der Schweizer Club beheimatet.

Gleich neben dem renovierten Gebäude befindet sich der Laden «Kindertop», der Spielsachen und didaktisches Material aus der Schweiz importiert. Es folgen die Räume der Sprachschule Instituto Chileno Suizo de Idiomas y Cultura sowie ein Mövenpick-Café, wo es auch gerösteten Bohnenkaffee und Schokolade zu kaufen gibt. Die vier Einrichtungen sind mit einer Terrasse verbunden. Die Mitglieder des Club Suizo genießen in allen Einrichtungen und Angeboten des Clubs und dessen Partnern interessante Vergünstigungen.

Der Eingangsbereich des Schweizer Clubs. Von hier aus geht es zu den Sälen und zum Restaurant.
Der Eingangsbereich des Schweizer Clubs. Von hier aus geht es zu den Sälen und zum Restaurant.

Doch das ist nur der erste, abgeschlossene Teil eines größeren Umbauplanes, erklärt Armin Weissen, Vorstandsmitglied des Schweizer Clubs. Im Gespräch sind mögliche Neuerungen wie zum Beispiel die Einrichtung eines kleinen Parks mit Grillecken, Kletterwand und einem Sportplatz (multicancha). «Mit der Durchführung der nächsten Etappen des Masterplans möchten wir den Club Suizo weiter modernisieren und unseren Mitgliedern und Besuchern einen attraktiven, zeitgemäßen und ökologischen Treffpunkt anbieten. Wir wollen wieder mehr kulturelles Leben in den Schweizer Club bringen», erläutert Armin Weissen.

Dazu gehören unter anderem Film- und Literaturabende, gemeinsame Runden für das Kartenspiel Jass, Konzerte, Chorsingen sowie Workshops. Der neu gegründete Veranstaltungsverein Cultur Alpes organisiert in diesen Winterferien ein Schülerprogramm, das auch Kindern und Jugendlichen offensteht, die nicht auf die Schweizer Schule gehen. Darüber hinaus bietet er Tanz- und Ballettkurse an. Jüngst im April-Angebot: ein Seminar, um Jodeln zu lernen.

Die Säle des Clubs können zudem für Festlichkeiten auch von externen Personen gemietet werden. Im Salón Lavaux soll zukünftig eine Lounge (Bar) als Treffpunkt eingerichtet werden. Armin Weissen: «Wir hoffen, dass mit diesen Neuerungen mehr Publikum zu uns kommt und wir unseren aktuellen und neuen Mitgliedern sowie allen interessierten Personen einen Ort mit einem interessanten kulturellen, kulinarischen und sportlichen Angebot zur Verfügung stellen können.»

Info: www.clubsuizo.cl

Geschichte des Schweizer Clubs

Der Schweizer Club wurde offiziell 1925 gegründet, blickt aber auf Vorgänger-Organisationen zurück.
Der Schweizer Club wurde offiziell 1925 gegründet, blickt aber auf Vorgänger-Organisationen zurück.

Im Zuge der schweizerischen Einwanderung in Chile wurde 1886 in Santiago die Sociedad Suiza de Beneficencia gegründet, ein Wohltätigkeitsverein zur Unterstützung dieser Familien.

Daraus wurden später die Unión Helvética sowie anschließend die Nueva Sociedad Helvética, die sich 1920 in Club Suizo umbenannte. Das Vereinsheim befand sich damals in der Innenstadt.

Am 7. Juli 1925 fusionierte die Einrichtung mit dem Club Sportivo Suizo und erhielt 1963 seinen aktuellen Namen: Club Suizo de Santiago. Aus dem Engagement seiner Mitglieder ging 1925 die Schweizer Berghütte im Skigebiet Lagunillas und 1939 die Schweizer Schule hervor.

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