Pfarrer Peter Kliegel mit Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Ehrung für humanitäre Mission in Chile

Pfarrer Peter Kliegel und der hessische Minister Peter Beuth bei der Verleihung des Verdienstkreuzes. Foto: Eckhardt Caroli
Pfarrer Peter Kliegel und der hessische Minister Peter Beuth bei der Verleihung des Verdienstkreuzes. Foto: Eckhardt Caroli

 

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat Peter Kliegel mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Pfarrer erhält die Ehrung für seine langjährige humanitäre Mission in Chile.

 

«Peter Kliegel fand seine Bestimmung in den Randvierteln der Stadt Osorno. Mit dem Aufbau der Maximilian-Kolbe-Siedlung hat er Auswege aus der Armut geschaffen, indem er die Wohn- und Lebensverhältnisse der Einwohner Osornos in wenigen Jahren erheblich verbesserte. Er hat der Entwicklungsarbeit in Schwellenländern wie Chile neue Impulse gegeben – als Seelsorger, aber auch als Anwalt der Armen. Dafür braucht es eine Ausnahmepersönlichkeit, die durch ihre Selbstlosigkeit, ihre Menschenkenntnis und ihren Elan andere davon überzeugen kann, dass alles möglich ist, wenn man nur fest daran glaubt», so Innenminister Peter Beuth.

Im Jahr 1967 wurde Peter Kliegel in Dillenburg zum Priester geweiht. Kurz darauf wanderte er nach Chile aus. Er folgte dem Ruf des Erzbischofs Francisco Valdés, Bruder des früheren Senatspräsidenten Gabriel Valdés, ins ferne Chile. Slumbewohner waren betroffen von Armut, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit. Besonders am Herzen lag ihm dabei das Wohl von Kindern und Jugendlichen, die auf dem Land in einer trostlosen Umgebung aufwachsen mussten.

Daher hat Peter Kliegel nicht nur ein Jugenddorf bauen lassen, wo 120 Kinder und Jugendliche kostenfrei untergebracht sind, sondern ihnen auch Zugang zur Bildung und die Möglichkeit eines Schulbesuches im Stadtzentrum verschafft. Hinzu kamen die Entstehung einer vollständigen Infrastruktur mit einer Schule, einer Kirche, einer Sportstätte, die Möglichkeit der Nahversorgung mit Gütern und Dienstleistungen und wirtschaftliche Betätigungsmöglichkeiten.

«Sie sind der Spiritus Rector dieser Stiftung, aber auch der Hirte von Osorno. Sie haben eindrucksvoll bewiesen, was durch Geldspenden und den Geist der Freiwilligkeit möglich ist, nämlich: eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen. Sie haben getreu Ihrem Motto Hilfe zur Selbsthilfe aus eigener Kraft ein modernes und lebenswertes Stadtviertel aus der Taufe gehoben und die Vision einer besseren Zukunft für die Menschen von Osorno und auf dem Land mit kreativen und pragmatischen Lösungen umgesetzt», so Innenminister Peter Beuth.

Der Verdienstorden wurde 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet. Ursprünglicher Sinn und Zweck der Ehrung: für Leistungen, die im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Bereich dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten. Heute wird er insbesondere als Anerkennung und des Dankes für hervorragendes Engagement zum Wohle der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seit 1951 wurde das Bundesverdienstkreuz rund 255.500 Mal verliehen.

 

Quelle: Pressestelle Hessisches Ministerium des Innern

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