Partnerschaft mit Institut in Paraguay

Die sechs Gaststudenten des Instituts für Lehrerbildung (IfL) aus Paraguay zu Besuch am LBI in Santiago
Die sechs Gaststudenten des Instituts für Lehrerbildung (IfL) aus Paraguay zu Besuch am LBI in Santiago

Mit seiner Unterschrift bestätigte jetzt der Vorsitzende des LBI-Verwaltungsrates, Kurt Hellemann (DS Valdivia), die akademische Partnerschaft mit dem Institut für Lehrerausbildung (IfL) in Paraguay.
Das LBI und das IfL stehen seit dem Jahr 2000 miteinander in Kontakt. Erst im vergangenen Jahr reiste eine große Gruppe von Studenten aus der Stadt Filadelfia im Chaco von Paraguay für eine Woche nach Santiago, nahm am Seminarbetrieb des LBI teil und hospitierte an verschiedenen Deutschen Schulen. Während dieses Besuches äußerten die paraguayischen und chilenischen Studenten den Wunsch nach einem mehrwöchigen gegenseitigen Austausch. Daraufhin setzten sich die beiden Rektoren der Hochschulen, Edgar Neufeld vom IfL, und Alban Schraut vom LBI zusammen und handelten eine Kooperationsvereinbarung aus, die durch die Unterschriften der Vorsitzenden der beiden Hochschulen nun ratifiziert wurde.

Kurt Hellemann, Vorsitzender des LBI-Verwaltungsrates, beim Unterzeichnen des Vertrages mit dem IfL Filadelfia/Paraguay
Kurt Hellemann, Vorsitzender des LBI-Verwaltungsrates, beim Unterzeichnen des Vertrages mit dem IfL Filadelfia/Paraguay

Auf der Basis dieses Vertrages absolvieren derzeit sechs Studierende aus Paraguay ein dreiwöchiges Hochschulpraktikum am LBI, um die völlig anderen Studienbedingungen in Chile kennenzulernen. LBI und IfL sind aus schulpädagogischer, ausbildungstechnischer und historischer Sicht her grundverschieden und doch von der logistischen Struktur und der Zielsetzung her sehr ähnlich: Beide Hochschulen bilden deutschsprachige Lehrkräfte aus und sind „junge“ Hochschulen: Das IfL nahm 1974 seinen Betrieb auf, das LBI 1988. Beide sind kleine Stiftungshochschulen: Das IfL hat derzeit rund 60 Studenten und wird von den Mennoniten, das LBI hat rund 50 Studierende und wird von den Deutschen Schulen getragen; auch die Zahl der Absolventen ist vergleichbar: Am IfL schließen im Durchschnitt pro Jahr rund 14 Studierende ihr Studium ab, am LBI sind es zwölf; das IfL hat bis heute rund 550, das LBI rund 280 junge Menschen für den Lehrerberuf ausgebildet. Beide Institute haben aktuell 18 Dozenten, beide Hochschulen werden vom Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Köln, personell, finanziell und ideell gefördert.
Um das außergewöhnliche Leben im Chaco und die dortige Hochschulpraxis kennenzulernen, sind für 2016 Gegenbesuche von LBI-Studenten und Mitarbeitern geplant.

Text: LBI

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