Noch schnelleres Wachstum möglich?

 

Fortwirtschaft in Chile

 

Santiago (ade) – Derzeit nehmen Forstplantagen in Chile eine Fläche von 2,9 Millionen Hektar ein. Das entspricht laut der Forstbehörde Conaf 17,2 Prozent der gesamten Waldfläche im Land. Bei den künstlich angebauten Wäldern wird zu 68 Prozent die schnell wachsende Kieferart Pinus radiata bevorzugt, gefolgt von Eukalyptus-Arten mit 23 Prozent, wie zum Beispiel Eucalyptus globulus. Sie dienen zur Holzgewinnung und sind Ausgangsstoff für die Zellulose- und Papier-Fabrikation, aber auch für die Herstellung für Möbel und Holzpellets.

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Angebaut wird hauptsächlich in Südchile, wobei die Forstwirtschaft in den 70er und 80er Jahren durch eine aktive Industriepolitik mit 4092_p8-9_5Subventionen stark gefördert und somit ausgeweitet wurde. Den Markt der Holzindustrie dominieren heute die Konzerne Arauco und CMPC, die exportorientiert arbeiten.

Die großflächige Bepflanzung mit Monokulturen brachte die aus anderen Ländern bekannten Probleme mit sich: Eukalyptus benötigt viel mehr Wasser als die heimischen Arten und senkt daher den Grundwasserspiegel beträchtlich. Zudem wirken sich der Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden nachteilig auf die Biodiversität aus und führt zu Bodenerosion.

 

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