Neue Partnerschaft zwischen nördlichster und südlichster deutscher Hochschule

Die nördlichste Universität Deutschlands und die südlichste deutsche Hochschule gehen eine Partnerschaft ein: Die Europa-Universität Flensburg (EUF) und das Deutsche Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt (LBI) mit Sitz in Santiago de Chile kooperieren zukünftig in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Kooperationsvertrag unterschrieben: LBI-Rektor Dr. Alban Schraut und Professor Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg.
Kooperationsvertrag unterschrieben: LBI-Rektor Dr. Alban Schraut und Professor Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg.

«Wir freuen uns sehr, unseren Lehramtsstudierenden künftig eine Auslandserfahrung an dieser innovativen, jungen Einrichtung in Chile bieten zu können», so Werner Reinhart, Präsident der EUF. Auch Alban Schraut, Rektor des LBI, sieht in der neuen Kooperation der beiden jungen, lehramtsbildenden Hochschulen nur Vorteile: «Der Gewinn für beide: Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen durch gegenseitigen Austausch und gemeinsame akademische Lehr- und Forschungsarbeiten Augen zu öffnen, Horizonte zu weiten, neue Welten entdecken zu lassen und die Möglichkeiten zu bieten, voneinander und miteinander zu lernen.»
Das Deutsche Lehrerbildungsinstitut wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, Deutschlehrer für die Deutschen Schulen in Chile auszubilden. Auftrag des Institutes ist es, bilinguale Erzieherinnen und Erzieher für den Kindergarten, bilinguale Lehrkräfte für die Grundschulen und ab 2015 auch für die Oberstufe der Deutschen Schulen in Chile auszubilden.
Es studieren aktuell rund 60 junge Menschen aus Chile, Argentinien, der Schweiz, Österreich und Deutschland am LBI. Die Zahl soll sich aufgrund der Implementation der Oberstufenlehrerausbildung in den kommenden Jahren auf 120 bis 150 Studierende einpendeln.
Um den Oberstufenstudiengang durchführen zu können, entsandte die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Köln zur Vorbereitung der Studienpläne bereits im August 2014 eine weitere Auslandsdienstlehrkraft. Die Wahl fiel auf Alexander Lemke aus Glücksburg. Bereits vor seinem Start in Chile klopfte er bei der Leiterin des Akademischen Auslandsamtes dieser Universität, Ulrike Bischoff-Parker, an. Er stellte sich, seinen Auftrag und das LBI vor und initiierte daduch den Kontakt zur Universität Flensburg, der nun in einen Kooperationsvertrag mündete.
Jens Winkel, Geschäftsführer des Zentrums für Lehrerinnen und Lehrerbildung der EUF, schätzt den neuen Kooperationspartner sehr: «In Santiago der Chile bestehen für unsere Studierenden hervorragende Möglichkeiten, die Organisation Schule in ihrer Struktur und in ihrer Unterrichtspraxis kennenzulernen. Zudem wird es durch die kulturellen Erfahrungen in Chile möglich, stärker zu reflektieren, auf welche Weise gesellschaftliche Vorstellungen sich in der Institution Schule widerspiegeln.

Quelle: EUF, Kathrin Fischer

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