Nachgefragt: Bárbara Nass Lüer

Barbara Nass Lüer besuchte die Deutsche Schule Karl Anwandter in Valdivia und machte eine Musik- und Klavierausbildung am Conservatorio de Música und studierte Englisch und Chorgersang an der Universidad Austral. In Deutschland arbeitete sie als Sektretärin des Beriebsratsvorsitzenden von LSG München und absolvierte nebenbei einen Schnupperkurs in Steinzeug, wo sie «hängen blieb». Sie lebte zudem zwei Jahre in Barcelona, fünf Jahre in Singapur, wo sie als Konsulatssekretärin an der Chilenischen Botschaft tätig war. Lehre bei einem Töpfermeister, dann zurück nach Santiago de Chile. Hier baute sie ein Töpferei-Studio auf. Seit zwei Jahren lebt sie wieder im Geburtsort Valdivia. Ihre Hobbys, außer Töpfern: Segelfliegen, Tauchen, zurzeit Gartenarbeit.

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1. Was wollten Sie als Kind werden?
Ein Junge im Wiener Sängerknabenchor.

2. Wenn Sie wieder auf die Welt kämen, würden Sie den gleichen Beruf ergreifen?
Töpfern ist kein Beruf. Es ist eher eine Berufung, die dich ergreift.

3. Wer war und ist Ihr Vorbild?
Mahatma Gandhi.

4. Wofür sind Sie Ihren Eltern dankbar?
Für meine Wurzeln und meine Flügel.

5. Was war Ihr schlechtestes Schulfach?
Chemie (kleine Ironie).

6. Was macht Sie glücklich?
Tausend Sachen machen mich glücklich. Um ein paar zu nennen: Sonnenstrahlen, Regentropfen, Wasserquellen, frische Wald- oder Meeresluft, Gartenarbeit, Rasenmähen, Säen und Ernten, Lachen, Tanzen, Singen, Tauchen… die Liste wird viel zu lang… Wichtiger ist glücklich zu sein. Und das schafft man nur mit Gleichgewicht.

7. Was macht Ihnen Angst?
Die Gewalt der Menschen wegen Habgier und Macht.

8. Worauf könnten Sie verzichten?
Auf hochhackige Schuhe (schon verzichtet, ich liebe Birkenstock).

9. Was ist Ihnen peinlich?
Meine Fingernägel.

10. Wen beneiden Sie?
Omas, die ihre Enkel näher haben.

11. Mit wem würden Sie nie tauschen wollen?
Mit einem Henker.

12. Wen würden Sie gerne einmal treffen?
Den, der auch mich treffen möchte.

13. Was würden Sie niemals tun?
Lügen.

14. Was regt Sie auf?
Müll und Konsum.

15. Was ertragen Sie mit Humor?
Meine Macken.

16. Über welche eigenen Schwächen ärgern Sie sich?
Wenn die Faulheit einen packt und man etwas zu erledigen hat und es auf morgen verschiebt.

17. Weshalb würden Sie nie aus Chile auswandern?
Hier haben wir genug Quadratmeter zum Leben.

18. Wenn Sie einen Tag Präsident wären, was würden Sie ändern?
Tut mir leid, ich möchte keinen einzigen Tag Präsident sein.

19. Was sollten die Chilenen ernster nehmen?
Verantwortung und Fleiß.

20. Welches Buch lesen Sie gerade?
«El Ser Uno» (www.elseruno.com, wichtige Information für alle Menschen, die das Gute suchen.)

21. Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Karotten und rote Beete, roh, gerieben, mit Nüssen, Olivenöl, Zitronensaft und Meeressalz, schwarzem Pfeffer und Schnittlauch.

22. Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?
Es gibt keine Freizeit. Man macht immer etwas. Man sollte sich Zeit nehmen, um ab und zu träumend in einer Hängematte zu liegen. Vorsicht, denn alles was man träumt, denkt oder sich wünscht, wird irgendwann mal wahr!
23. Bei welchem Film haben Sie geweint?
«Dirty Dancing», «Ghost», «Pretty Woman», «Forrest Gump», «Nell», «Bodyguard»…

24. Welchen Männertyp finden Sie anziehend?
Einer, der mir in die Augen schaut.

25. Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen?
Dem Skype-Erfinder

26. Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?
Vielleicht war sie nicht immer sehr nett, aber sie war ehrlich.

27. Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Das Negative in dieser Welt kann man als einzelne Person nicht verändern, also fange ich bei mir an.

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