LBI-Dozenten auf Deutschlehrertagung in Bozen

Mit sechs Teilnehmern nahm das LBI Anfang August in Bozen an der Internationalen Deutschlehrertagung (IDT) teil. Die Deutschen Schulen Valdivia, Concepción und die St.-Thomas-Morus-Schule konnten dank Finanzierung durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen jeweils einen Lehrer entsenden.

Tanja Olbrich (LBI), Laura Paredes (DS Concepción)

Alle vier Jahre findet die Internationale Deutschlehrertagung statt. Die Freie Universität Bozen in Südtirol fungierte dieses Jahr als Gastgeberin und bot 2.700 Deutschlehrern aus aller Welt eine Woche lang Herberge. Die Auslandsschulen hatten eine Vielzahl von Informationsständen aufgebaut: Neben dem gemeinsamen chilenischen Stand fanden sich beispielsweise die der Deutschen Schulen aus Polen, Lettland, Italien, Ungarn, Russland, Brasilien, der PASCH-Fit-Schulen aus Indien, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, des Österreichischen Austauschdienstes, der Deutschen Welle und viele mehr.

Die ehemalige LBI-Dozentin Margit Sterzik informierte die Zuhörer in ihrem Vortrag über das LBI-Projekt «Chileselust» und bekam neugierige Rückfragen zum Transfer des Projektes auf andere Länder. Maren Gronert stellte als ehrenamlich-freiberufliche Projektleiterin des LBI-Arbeitskreises «Bilingualer Schriftspracherwerb» die zweisprachigen LBI-Publikationen für den Sprach-, Natur- und Sachunterricht vor, für die sich insbesondere die Schulen aus Spanien und Indien interessierten.

Michael Grafenburg (DS Valdivia), Sabine Preuß (DS St. Thomas Morus Santiago), Maren Gronert, Margit Sterzik, Stephanie Bender, Lisa Reelsen, Alban Schraut (alle LBI)

Die LBI-Dozentinnen Stephanie Bender und Lisa Reelsen hatten das Referat «Kreatives Schreiben im DaF-Unterricht mit heterogenen Lerngruppen» ausgearbeitet. Die Akademische Leiterin des LBIs, Tanja Olbrich, hatte ihren Vortrag «Phonetische Früherziehung im Zweitspracherwerb vom Kindergarten bis zur Grundschule – ein konstrastiver Ansatz» im Reisegepäck. LBI-Leiter Alban Schraut referierte über das LBI als zweisprachige Bildungshochschule und erhielt insbesondere Rückfragen zum didaktischen Lehrangebot.

Auch die drei entsandten Lehrer der Deutschen Schulen Chiles warteten mit interessanten Beiträgen auf: Michael Grafenburg von der DS Valdivia referierte über «Sprachkompetenz, Spracherwerb und Vermittlung von Inhalten im deutschsprachigen Fachunterricht (DFU) zur Vorbereiutng auf das gemischtsprachige IB (GIB) an deutschen Auslandsschulen», Sabine Preuß von der St.-Thomas-Morus-Schule sprach über den «Einsatz kooperativer Lernformen bei der Vermittlung eines aktuellen Deutschlandbildes in der Oberstufe B2/C1 – Stationen zur Entwicklung und Bewertung komplexer Lernsituationen» und Laura Paredes von der DS Concepción informierte über «Gesprächs- und Redekompetenz – Gesprächsanlässe außerhalb des Klassenzimmers».

Neben den eigenen Beiträgen konnten die chilenischen Teilnehmer auch eine Reihe hoch interessanter Referate hören. Dieses Wissen und diese Erfahrungen werden die Tagungsteilnehmer in Multiplikationsfunktion interessierten Deutschlehrern aller Deutschen Schulen Chiles in einer dreitägigen Fortbildung am LBI vom 23. bis zum 25. Oktober übermitteln.

Im Vorblick auf den zweiten Andenkongress der Deutschlehrer, der 2015 unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft in Santiago gemeinsam vom DAAD, dem Goethe-Institut und dem LBI organisiert werden wird, knüpften die LBI-Dozenten Kontakte zu anderen Referenten, zu Verlagen und Hochschulen, um in zwei Jahren ein ebenso attraktives Symposion mit abwechslungsreichem Programm bieten zu können.

Und: Die nächste IDT findet 2017 in Fribourg/Schweiz statt, bei der das LBI und eine Delegation der Deutschen Schulen Chiles mit aktuellen und interessanten Beiträgen – hoffentlich – wieder vertreten sein können.

 

LBI

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