LBI wird Escuela de Pedagogía en Alemán bei der Universidad de Talca

Nach der Vertragsunterzeichnung: LBI-Vorstandsvorsitzender Kurt Hellemann,  Rektor der Universidad de Talca, Prof. Dr. Alvaro Rojas sowie LBI-Rektor Dr. Alban Schraut
Nach der Vertragsunterzeichnung: LBI-Vorstandsvorsitzender Kurt Hellemann, Rektor der Universidad de Talca, Prof. Dr. Alvaro Rojas sowie LBI-Rektor Dr. Alban Schraut

1988 wurde das Deutsche Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt als Pädagogische Hochschule – «instituto profesional» – gegründet. Nun am vergangenen Montag dieser Woche unterschrieben der Rektor der Universidad de Talca, Professor Dr. Alvaro Rojas, und die Verantwortlichen des LBIs, Kurt Hellemann als Vorstandsvorsitzender und Dr. Alban Schraut als Rektor, an der Deutschen Botschaft in Santiago einen wegweisenden Vertrag: Das LBI fungiert künftig als „Escuela de Pedagogia en Alemán“ und ist der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Talca angegliedert. Am LBI können deshalb künftig neben den bilingualen Erzieherinnen und Grundschullehrer auch DaF-Oberstufenlehrer ausgebildet.
Dem Vertrag vorausgegangen waren rund zweijährige Verhandlungen. Zunächst bestand von LBI-Seite aus die Absicht, lediglich den DaF-Oberstufenstudiengang mit der Universität Talca durchzuführen. Das Gutachten (dictamen) des Ministeriums vom Juni 2014 machte dieses Vorhaben zunichte. Das LBI sollte auf Anordnung des Ministeriums wie alle anderen Institutos Profesionales (IP), die pädagogische Studiengänge anbieten, schließen.
Die schon vorher durch Arpe Caspary vom DAAD eingefädelten Gespräche zwischen LBI und der Universität Talca waren mit einem Male von existenzieller Bedeutung. Prof. Dr. Alvaro Rojas, Rektor der Universität Talca, signalisierte bereits beim ersten Treffen nach dem ministeriellen Bescheid, dass er für eine intensivere Kooperation bereit sei und die bestehenden LBI-Studiengänge innerhalb der Pädagogischen Fakultät (Facultad de Educación) aufnehmen würde.
In mehreren Gesprächsrunden verhandelten beide Seiten einen ausgewogenen und fairen Vertrag aus, der vorbehaltlos sowohl von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), Köln, als auch von den Deutschen Schulen in Chile unterstützt wird. Für die DaF-Oberstufenlehrerausbildung entsandte die ZfA mit Alexander Lemke extra einen weiteren Auslandsdienstlehrer, der als Oberstufenstudiengangsleiter seinen Einsatz hat.
Die Universität Talca ist eine staatliche Hochschule und als sogenannte CRUCH-Universität hoch angesehen. Derzeit belegt sie Rang vier im nationalen Vergleich. Die Universität Talca pflegt traditionsgemäß sehr gute akademische Kontakte nach Deutschland mit aktuell 18 Universitäten. Die nunmehr geschlossene Partnerschaft trägt dazu bei, die Verbindungen noch zu vertiefen. Das LBI bringt zehn Partnerhochschulen mit in die «Ehe» hinein, so dass auch die Universidad de Talca mit ihren Internationalisierungsbestrebungen vom LBI profitiert. Durch den Vertrag sind nun die LBI-Studiengänge und damit der Erzieher- und Lehrernachwuchs für die Deutschen Schulen in Chile – und darüber hinaus – langfristig gesichert.

LBI

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