LBI verleiht Wilhelm von Humboldt Medaille an Dr. Walter Eckel

LBI-Rektor Dr. Alban Schraut, Dr. Walter Eckel mit seiner Ehefrau Isabel, Kurt Hellemann, Vorsitzender des LBI-Hochschulrates. Foto: LBI
LBI-Rektor Dr. Alban Schraut, Dr. Walter Eckel mit seiner Ehefrau Isabel, Kurt Hellemann, Vorsitzender des LBI-Hochschulrates. Foto: LBI

Einmal pro Studienjahr verleiht das LBI eine Wilhelm-von-Humboldt-Medaille an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das LBI verdient gemacht hat. Der LBI-Hochschulrat und die LBI-Leitung entschieden sich, dieses Jahr Dr. Walter Eckel, den Geschäftsführenden Direktor des Heidelberg Center Lateinamerika», Exzellenzzentrum in Forschung und Lehre der Universität Heidelberg in Santiago, auszuzeichnen.

Warum ihm diese Ehrung zuteil wurde, darüber informierte der Vorsitzende des Hochschulrates Kurt Hellemann die Zuhörer, die beim Festakt zugegen waren, der im Rahmen der diesjährigen Graduación stattfand.
In seiner Eigenschaft als Geschäftsführender Direktor des Heidelberg Center stiftete Walter Eckel 2001 den Kontakt zwischen dem LBI und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Heimatuniversität Heidelberg kam für die Partnerschaft nicht in Frage, da dort keine Erzieher und Grundschullehrer ausgebildet wurden, wie dies am LBI der Fall war. So nahm Walter Eckel Kontakt mit dem damaligen Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Prof. Dr. Ludwig Schwinger auf, um ihn für eine Partnerschaft mit dem LBI zu gewinnen.
Nach dem daraufhin folgenden Besuch des LBI-Rektors Dr. Felix Emminger bei der Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der PH Heidelberg, Henrike Schön, sowie deren Gegenbesuch am LBI, war beiden Seiten klar, dass eine Partnerschaft hervorragende Perspektiven für die Zusammenarbeit bieten könne. Damals dachten nur wenige, dass das Stichwort Internationalisierung künftig einen so großen Stellenwert einnehmen werden würde.
2004 unterzeichneten LBI und PH Heidelberg den Kooperationsvertrag, der heute noch gültig ist. Rund 120 LBI-Studierende waren seitdem Gaststudenten an der PH Heidelberg. 25 Heidelberger Studenten konnten bis heute am LBI ein Gastsemester absolvieren. Die Partnerschaft funktioniert hervorragend – sie ist nach wie vor die wichtigste von allen mittlerweile zehn Partnerschaften, die das LBI mit Hochschulen und Universitäten in Europa pflegt.
Als die Baden-Württemberg-Stiftung 2014 für Chile ein aktives «regional chapter» suchte und es nicht an einer traditionellen renommierten Universität, sondern mit dem LBI fand, war Walter Eckel zur Stelle, die erste Tagung zusammen mit dem LBI auszurichten und sicherte weiterhin volle Unterstützung zu. Mit diesem «regional chapter» ist das LBI der Knoten-, Kontakt- und Netzwerkpunkt der Baden-Württemberg-Stiftung in Chile geworden, was langfristig für das LBI ebenfalls von großer Bedeutung sein wird, wie man vermuten darf.
Hellemann wies schließlich in seiner Laudatio auf Walter Eckels Engagement der jüngsten Zeit hin, nämlich auf seine stete Begleitung des LBIs auf dem Weg zur Kooperation mit der Universidad de Talca. Die ersten Gespräche begannen vor zweieinhalb Jahren und nahmen damals durch den DAAD mit Arpe Caspary ihren Ausgang. Walter Eckel vertritt aus akademischer Sicht uneingeschränkt die Position der deutschen Kultur-und Bildungspolitik der Bundesrepublik und weiß, wie chilenische und deutsche Institutionen miteinander und voneinander lernen.
Eckel sei ein ausgesprochener Kenner der chilenischen Hochschullandschaft, insbesondere das LBI und die Universidad de Talca seien ihm seit mehr als 20 Jahren bestens bekannt. Auch stünde er seit Jahren mit den beiden jetzigen Rektoren in regem Austausch, schätze das synergetische Potential der beiden jungen Institutionen richtig ein und wisse um die enge Verflochtenheit des LBIs und der Universidad de Talca mit staatlichen und nichtstaatlichen Behörden, dem DAAD, Hochschulen, universitären und außeruniversitären Einrichtungen sowie namhaften wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland. Unumschränkt trat er ein für diese Kooperation, die nun Wirklichkeit geworden ist, so Hellemann zum Abschluss seiner Laudatio.
In seiner Dankrede erklärte Walter Eckel, dass er die Entwicklung des LBIs stets wohlwollend verfolgt und das ihm Mögliche getan habe, um das LBI zu unterstützen. Die nun realisierte Kooperation mit der Cruch-Universität Talca freue ihn auch persönlich sehr, denn sie werde sich 2016 positiv für die Sicherung des Lehrernachwuchses für die Deutschen Schulen in Chile auswirken: Das LBI kann jetzt auch eine DaF-Oberstufenlehrerausbildung sowie einen DaF-Masterstudiengang anbieten.
Eckel wagte abschließend einen – durchaus realitätsbezogenen – Blick in die Zukunft: «Das LBI als „Escuela de Pedagogías en Alemán“ der Universidad de Talca hat nun alle Voraussetzungen, das Zentrum der deutschsprachigen Lehreraus- und Fortbildung für die Deutschen Schulen in ganz Lateinamerika zu werden.»

LBI

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One Comment

  1. Pedro Funk

    Un saludo afectuoso a Walter Eckel y felicitaciones por ese reconocimiento. Tuve el gusto de conocerlo, junto a Isabel, como anfitriones en una pasantía, tanto en la U de Heidelberg como en la PH.-
    Pedro Funk,
    profesor universitario, ex docente LBI.

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